Der IoT-Markt im Fokus – Entwicklungen in 2017 und Ausblick

Der IoT-Markt ist einer der spannendsten Sektoren unseres Alltags. Ob beruflich oder auch privat. Vor allem aber ist er allen Bedenken zum Trotz ein wunderbarer Nährboden für Möglichkeiten und Innovationen. Für Chancen und neue Blickwinkel auf Althergebrachtes. Sowohl etablierte Unternehmen also auch Start-up Firmen erschaffen neue Innovation und Co-innovation. Sprich: der IoT-Markt wird gehegt und gepflegt wie eine neuartige Zauberpflanze.

Und aufzuhalten ist sein Wachstum ohnehin nicht mehr. Laut Prognosen wird die Zahl der Haushalte in Deutschland, die über IoT-fähige Haushaltsgeräte verfügen, im Jahr 2021 rund 13,7 Millionen betragen. Laut McKinsey liegt das daraus resultierende Marktpotenzial in der Zeit bei 3,7 Milliarden US-Dollar. General Electric prognostiziert insgesamt sogar einen Anstieg auf 60 Billionen Dollar für den IoT-Markt. Ein Anstieg, der sich in den nächsten 15 Jahren nach und nach vollziehen soll. Und genau die müssen es ja wissen.

Die ganz Großen im IoT Ökosytsem

Wenn wir den IoT-Markt weiter als Pflanze betrachten, bringt diese natürlich Früchte hervor, von denen sich bestimmte Unternehmen reichhaltig ernähren können. Dazu gehört in jedem Fall General Electrics (GE). Der amerikanische Herstellungsriese hat sich in 2017 mehr denn je als einer der ganz Großen im IoT-Markt erwiesen. So schuf der Siemens-Konkurrent bereits im Jahr 2015 eine parallele Organisation namens General Electric Digital. Diese konzentriert sich unter anderem auf prädiktive Instandhaltung. Entstanden ist hier zum Beispiel Predix. Predix ist eine Softwareplattform, die das maschinelle Generieren von Daten mit dem Wirken von traditionellen Cloud-Datenbanken kombiniert.

In 2017 schließlich hat sich GE Digital mit PTC zu einer strategischen Allianz zusammengeschlossen, um Predix zu erweitern. Ziel ist es, integrierte Lösungen für den industriellen Bereich des Internet der Dinge zu kreieren. Dabei sollen einige von PTC ThingWorx-Anwendungen für GE’s Predix Industrial Internet-Betriebssystem entwickelt werden. Die daraus entstehende Technologie wird gemeinsam auf den Markt gebracht. Außerdem hat sich GE noch mit Accenture zusammengeschlossen, um Taleris zu kreieren. Das System kann Flugzeugwartungsprobleme diagnostizieren und voraussagen, bevor sie akkut werden.

Ähnliches macht Rolls Rocye. Als ein weiterer Großer in diesem Jahr setzt Rolls Royce IoT-fähige Sensoren in seinen Jet-Engines ein, um die Leistung zu überwachen und Probleme zu entdecken, bevor sie zum Problem werden. Dabei verwendet man Azure Stream Analytics und Power BI. Diese sind dazu da, um die wichtigen Sensordaten aus den Rolls Royce Motoren zu ziehen. Die Daten werden mit Informationen der Flugsicherung verbunden. Dazu gehören auch Streckendaten, Wetterberichte und der aktuelle Kraftstoffverbrauch. Das ganzheitliche Bild, das sich daraus ergibt, kann im Zweifelsfall Leben retten.

Ein weiterer Gigant, nämlich SAP, arbeitet in diesem Jahr fieberhaft an einer neuen Version seiner Entwicklungsplattform HANA. Diese ermöglicht die schnelle Auswertung sehr hoher Datenmengen. SAP HANA ist mit der entsprechenden Hardware und auch virtualisiert verwendbar.

Wer als Unternehmen zukunftsfähig bleiben will, muss auch IoT-fähig sein

Bei der Nutzung von IoT-fähigen Geräten ist die Analyse eine der wichtigsten Fähigkeiten. Nicht nur in der Flugzeugsicherung hat sich in der jüngsten Vergangenheit eine Menge getan. In vielen Bereichen, auch in kleineren und mittleren Unternehmen, wurde in diesem Jahr aufgerüstet. Zu Recht, denn wer als Unternehmen zukunftsfähig bleiben will, sollte den IoT-Markt im Blick haben. Man sollte ihn nutzen und erkennen, welche Vorteile seine Auswüchse und Früchte bieten.

Der Arbeitsplatz der Zukunft wird noch viel stärker vom Internet der Dinge beeinflusst werden, als das heute der Fall ist. Jüngste spannende Entwicklung sind zum Beispiel die Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen. Was das ist? Augmented Reality kann man als Erweiterung der sichtbaren realen Welt durch computergenerierte Daten erklären. So werden virtuelle Objekte in das reale Bild projiziert. In einem einfachen Maße angewandt wurde das zuerst von den Reiseführer-Apps fürs Handy genutzt. Diese lieferten zu denen mit der Kamera erfassten und auf dem Bildschirm dargestellten Sehenswürdigkeit die passenden Informationen. Im größeren Stile wurde die Technik in 2017 in der Entwicklung oder in der Planung forciert. Zum Beispiel nutzt sie Architekten oder Designern, um ihre Vorstellungskraft in Bilder umzusetzen.

Spracherkennung, Holgrafen und Chatbots

Auch die Spracherkennung, die wir ja bereits im Auto oder zu Hause schon durch Alexa, Siri und Co. nutzen, und die Artificial Intelligence setzen ihren Einzug in die Arbeitswelt fort. Selbst an solch futuristischen Entwicklungen wie holografische Konferenzsysteme wird derzeit gearbeitet. Sicher sind auch diese sehr bald schon keine Szene aus einem Science Fiction Film mehr.

Geht es um Artificial Intelligence (AI) oder Machine Learning lernten wir in 2017 natürlich auch die Chatbots auf dem IoT-Markt kennen. Chatbots sind eine Art künstlicher Kommunikator. Ein Kommunikationsroboter, der sich als Software oder als Dienst aus der Cloud entpuppt. Chatbots sind vor allem lernfähig. Deshalb stellen sie auch eine Form der Künstlichen Intelligenz dar. Durch die Fähigkeit des maschinellen Lernens werden ihre Antworten im Laufe der Kommunikation mit dem Menschen besser und besser. Am Ende scheint es nicht mehr zu unterscheiden zu sein, ob man mit einem Menschen oder einer Maschine kommuniziert. Der Chatbot wird zu einem virtuellen Assistenten oder Berater.

Wer auch noch vom IoT-Markt profitiert

Immer mehr Unternehmen setzten in diesem Jahr auf IoT-fähige Devices. Damit will man Abläufe sicherer gestalten und vor allem natürlich erleichtern. Güterüberwachung, Ferngesundheitsüberwachung und Werbung über Digital Signage: diese Bereiche gehören auch weiterhin zu den IoT-Segmenten, in denen die Ausgaben in diesem Jahr stetig steigen und auch noch weiter steigen werden.

Auch in der Medizin hat es in den vergangen Monaten sehr viele Fortschritte auf dem IoT-Mark gegeben. So messen zum Beispiel Tracking- Geräte die Atemfrequenz, die Herzfrequenz, Körpertemperatur oder den Blutzuckerspiegel und verfügen über ein entsprechendes Fall-Erkennung Feature, um eine sofortige Reaktion zu ermöglichen. Diese anderen IoT verbundenen Geräte geben die neuen Werte aus dem Labor weiter und analysieren in rasend schneller Zeit, um den behandelnden Arzt zu unterstützen. Auch hier steigt die Zahl der Nutzer deutlich.
Und die Entwicklung steht natürlich auch nicht still. So könnten sehr bald etwa medizinische IoT-Implantate Schmerzen lindern. Mikroskopisch klein und in den Körper implantiert könnten sie sogar Gehirnsignale entschlüsseln und an Körperteile weitergeben. Das wäre eine wunderbare Entwicklung, um auf diese Weise zum Beispiel Lähmungen zu heilen.

Mal sehen, welche Wunder der IoT-Markt noch aufkeimen lässt.