IoT – Weiterentwicklungen eines geliebten Kindes

Das Internet of Things (IoT) ist ein Kind der Menschen – ganz klar. Doch inzwischen ist es doch so groß geworden, dass es bald dem Teenageralter zugeordnet werden kann. Es kann dank Alexa und Co. ja inzwischen auch ganz gut sprechen. Und es hat jede Menge gelernt. Seine Künstliche Intelligenz ist in den vergangenen Jahren gereift. Inzwischen bedient das Kind ja spielend leicht unsere Haushaltsgeräte. Es schickt uns Einkaufslisten aufs Smartphone, damit wir nicht vergessen, Milch vom Supermarkt mitzubringen. Es meldet auch, dass Papas Rasierapparat neue Klingen braucht. Und Autofahren hat das Internet of Things auch schon gelernt. Zumindest kennt es sich ganz gut mit den Wegen aus und kann uns den schnellsten Weg, einen Stau zu umfahren, nennen.

Und weil das geliebte IoT ein sehr dankbarer Nachwuchs ist, ist es auch um unsere Gesundheit bemüht. Klar, dass es uns regelmäßig neue Daten auf das Fitnessarmband meldet und uns daran erinnert, wenn wir uns mehr bewegen oder Wasser trinken sollten. Was also können wir dem freundlichen und hilfsbereiten Kind namens IoT noch beibringen? Und was können wir von ihm noch erwarten?

Smart Homes bieten weitere unzählige Möglichkeiten

Vor allem zu Hause wird uns das IoT auch in 2018 noch viel mehr unterstützen. Das Thema Smart Home ist noch lange nicht durch. Immer wieder werden neue vernetzte Geräte angeboten. Fernseher, Mixer, Garagentore, Alarmanlagen, die Liste der Produkte, die mit dem Internet verbunden sind, wird länger und länger. Künstliche Intelligenz bei neu auf den Markt kommenden Küchengeräten und Home Entertainment Anlagen wird in 2018 fast zum Standard gehören. Ebenso wie die einfache Installation und Bedienung dieser Geräte über eine App. Und natürlich können auch entsprechende Verbindungen zu Siri, Alexa und anderen helfenden Assistenten geschaffen werden. Hierbei werden vor allem die etablierten Unternehmen voll auf den Trend der Zukunft setzen. Und ganz ehrlich, welche Marke, die etwas auf sich hält, nicht auf das Internet der Dinge setzt, braucht bald nicht mehr anzutreten. Weder mit einer elektrischen Zahnbürste, noch mit einem Auto.

Der Kunde ist inzwischen weitaus aufgeschlossener, seinen Kaffee von Alexa kochen zu lassen als vor ein paar Jahren noch. Genau deshalb wird die Anzahl der Geräte auch im kommenden Jahr wachsen. Und zwar viel schneller als in den vergangenen Jahren noch. So stieg die Zahl der Geräte, die mit dem Netz verbunden sind, von 4,9 Millionen in 2015 auf 6,1 Milliarden im Jahr 2016. Das ist schon ganz beachtlich. Es ist aber noch kein Vergleich zu dem, was noch kommt. Schätzungen zufolge könnte die Anzahl der vernetzten Geräte bis 2020 die magische Grenze von 50 Milliarden überschreiten. An einem voll vernetzten Smart Home wird in 2018 nichts ungewöhnliches mehr sein. Die Analysten vom amerikanischen Marktforscher Institut Gartner Inc. rechnen insgesamt mit 25 Milliarden vernetzten Dingen. Dabei geht es sowohl um Maschinen, als auch um Geräte und Fahrzeuge. Was noch dazu kommt sind die Smartphones, Tablets und Computer.

Mehr Chancen für Unternehmen

Entsprechend der steigenden Vernetzung in der Bevölkerung werden auch Unternehmen das IoT verstärkt nutzen. Die gesammelten Kundendaten sind vor allem für personalisierte Werbung weiter wichtig. Diese Werbung wird zunehmen, keine Frage. Unsere täglichen Gewohnheiten und unser täglicher Verbrauch wird dazu führen, dass Unternehmen eine Art persönlichen Draht zu uns aufbauen, indem sie uns persönliche Informationen zu den Produkten, die wir täglich nutzen, unterbreiten. Wichtig ist nur, dass hierbei auch das Thema Sicherheit und Privatsphäre einen gewissen Raum zugesprochen bekommt. Ansonsten können Unternehmen hier natürlich auch den Unmut von Verbrauchern auf sich ziehen.

In den Strukturen und der Arbeitsweise der Firmen selbst wird es auch immer vernetzter zugehen. So ermittelt die Gartner Inc. in ihrer Studie “Predicts: Unexpected implications arising from the internet of things”, dass das Internet der Dinge die Vorgehensweise von CIOs und die Art und Weise, Entscheidungen zu treffen, beeinflussen wird. Gartner gab in der Studie an, dass in 2020 über 50% der größeren Geschäftsprozesse mit dem IoT verbunden sind. Entscheidend ist hierbei vor allem die Entwicklung der Big-Data-Technologien. Diese müssen schließlich eine immens steigende Datenflut sammeln, analysieren und verarbeiten.

Die Sicherheit beim Internet of Things durch BlockChains?

Wie bei jedem Kind, gibt es auch immer diejenigen, die ihm Flausen in den Kopf setzen oder sein naives oder neutrales Wesen ausnutzen. So auch beim IoT. Gartner schätzt nämlich auch, dass bis zum Jahr 2020 ein Schwarzmarkt im Wert von rund fünf Milliarden Euro entstehen wird. Dieser besteht vor allem aus gefälschten Sensoren und Videodaten, die von Verbrechern genutzt werden. Hier müssen natürlich umgehend Vorkehrungen getroffen werden. Vor allem aber müssen Verbraucher immer wieder vor den Gefahren gewarnt werden, um am Ende keine böse Überraschung mit ihrem IoT zu erleben.

Das gleiche gilt auch für die Vernetzung in den Unternehmen. Auch Firmennetzwerke müssen entsprechend gewappnet sein. Nur so kann die Menge an Daten und die Möglichkeit, diese zu analysieren oder zu transferieren, auch sicher genutzt werden. Die Arbeitsweise der BlockChains könnte hierbei vielleicht sogar hilfreich sein. Hierbei geht es ja schließlich auch um eine narrensichere und gemeinsam genutzte Datenbanktechnologie, bei welche ein Verbraucher und ein Verkäufer in einer Transaktion direkt miteinander verknüpft sind. Derzeit werden ja digitale Verträge bereits darüber geschlossen. Außerdem wird die Anwendung des BlockChain-Verfahrens derzeit bereits als transparentes Buchungsverfahren erforscht. In jedem Fall können verschlüsselte Transaktionen von Firmen durch diese Vorgehensweise automatisiert und zügiger abgeschlossen werden.

Smarter leben mit dem stetig wachsenden IoT

Wie schnell die Entwicklungen tatsächlich voranschreiten, das wird sich zeigen. Das eine aber ist gewiss. Im Jahr 2018 wird es noch mehr connected devices geben als bisher. Vor allem die Zahl der “intelligente” Geräte unseres Alltags wird wachsen. Das IoT selbst wird weiter wachsen und dank der fortschreitenden Künstlichen Intelligenz wird es auch noch präziser und effektiver arbeiten.
Das Smart Home wird zum Alltag, vieles ist ja bereits keine Sensation mehr. Revolutionen wird es eher noch im Bereich der Smart Cities geben. Hier ist man ja gerade erst dabei, Prozesse wie die Abholung von Müll oder den Alltag in der Stadtverwaltung vom IoT bearbeiten zu lassen. Das Internet of Things wird in vielen Branchen das tägliche Leben unterstützen und leichter machen.