Messenger-Marketing: Der Neuzugang im Marketing Mix

Mit Messenger-Marketing haben wir vor einiger Zeit einen Neuzugang im Portfolio der Werbemöglichkeiten aufgenommen. Ganz passend zum Wandel unseres Alltags bieten Messenger-Dienste wie WhatsApp, Facebook Messenger oder Snapchat ganz neue Möglichkeiten. Individuelle Ansprache des Kunden ist dank des Messenger-Marketings ganz anders möglich als mit altbekannten Mitteln. Das gute alte Mailing hat damit eine äußerst attraktive Konkurrenz bekommen. Wie in der Berufswelt ist es aber nun mal so, dass irgendwann die Jugend voranprescht. Alteingesessenes wird abgelöst durch junge und dynamische Mitarbeiter. Und gerade die neue Rasanz, die mit dem Messeneger-Marketing möglich ist, macht den Vorteil aus. Wir leben nun mal in einer schnelllebigen Zeit und wer mithalten will, muss eine gute Kondition und Laufstärke besitzen. So wie unser Neuzugang im Marketing Mix eben. Aber werden andere Kommunikationsmittel wie eben das altbekannte Mailing deshalb in Rente geschickt?

 

Messenger-Marketing-und-Chatbots

Messenger-Marketing: Direkte Kommunikation dort, wo der Kunde sich aufhält

 

Wie macht sich das Messenger-Marketing so?

Messenger-Marketing ist eine Form des Marketings über eine Messaging-App. Vom Konzept her kann man es ein wenig mit dem etablierten E-Mail-Marketing vergleichen. In der Praxis aber ermöglicht Messenger Marketing mehr als der bloße Kontakt über eine E-Mail. Messenger-Marketing ist eher mit einer Konversation zu vergleichen. Die angesprochene Zielperson empfindet es zumindest als eine 1 zu 1 Konversation. Kein Wunder. Bei diesem Kanal zur Werbung werden schließlich mobile Chatplattformen oder Apps genutzt. Das heißt, man kann mit der Zielgruppe interagieren. Der Angesprochene wird also vom passiven Zielpublikum zu einem aktiven. Ein weiterer Unterschied zur E-Mail ist die Erfolgsquote. Beim Marketing über E-Mails sind die Open- und Click-Through-Raten seit vielen Jahren schon im Sinkflug. Die Zahlen beim Messenger-Marketing dagegen wachsen stetig an.

In einem Bericht aus dem Jahr 2016 von Statista wurden die Öffnungs- und Klickraten für verschiedene Arten von Werbe-E-Mails verglichen. Bei der statistischen Untersuchung kam heraus, dass die durchschnittlichen Öffnungsraten von solchen Mails bei 5,9% -18,8% und die durchschnittlichen Klickraten bei 0,4% -2,1% lagen. Man kennt das ja von sich selbst: Viele Werbemails landen im Papierkorb, wenn sie denn überhaupt einen Weg durch den Spamfilter geschafft haben.

Wenn man diese mauen Zahlen mit denen vom Messenger-Marketing vergleicht, dann sieht man, was für eine Wucht hinter den neuen Möglichkeiten steckt. Das Potential scheint gigantisch. Menschen klicken eher auf eine Messanging App, als dass sie eine Mail öffnen. Schließlich gehen Marketingexperten derzeit von Öffnungsraten aus, die bei 80% oder mehr liegen. Die Klickraten liegen bei über 30%. Die neue im Marketing Mix scheint also gut zu arbeiten.

Was hat die Zielgruppe davon?

Natürlich dient die Arbeit der Neuen in erster Linie dem Unternehmen, das etwas verkaufen will. Das Schöne aber ist, dass auch die Zielgruppe Vorteile aus dem Messenger-Marketing zieht. In erster Linie ist es unterhaltsamer. Aber es kann noch mehr. Nehmen wir das Hotel als Beispiel. Nehmen wir an, ein Gast bucht in einem Hotel ein Zimmer. Am nächsten Tag erhält er vom Hotel eine Nachricht über Messenger. Darin wird er gefragt, ob er mit dem Aufenthalt zufrieden war. Man empfindet das meist als eine freundliche Geste, wenn man nach seinem Urteil gefragt wird. Dabei kann man auch angeben, wenn man etwas zu meckern hat. Und natürlich informiert einen das Hotel oder die Hotelkette auch darüber, dass man sein Zimmer künftig ganz einfach über den Messenger buchen kann. Messenger-Marketing hat also auch etwas mit Service zu tun. Viele Unternehmen nutzen WhatsApp ja auch bereits für die Nennung von Lieferterminen und Abholbenachrichtigungen.

Weitergedacht: Durch die individualisierte Live-One-to-One-Kommunikation mit einem Chatbot zum Beispiel kann die Zielperson auch noch Fragen zum Produkt oder zur Dienstleistung stellen, die für ihn persönlich relevant sind. Die Antwort folgt prompt. Chatbots sind damit ein Teil der Messenger-Kommunikation, die auch zu einer Art “Freund“ werden können. Als Bestandteil im Messenger ermöglichen Chatbots zum Beispiel Anwendungen für Entertainment, Brandpromotion, Produktinformation, Hotelbuchung etc.. Vor allem aber erfreut sich die durch einen Chatbot automatisierte Kommunikation mit den Usern besonders bei News-Publishern großer Beliebtheit. Die BBC fing 2014 damit an.

Vorteile für Unternehmen, wenn sie den Messenger richtig einsetzen

Die genannten Vorteile für die Zielgruppe sind natürlich auch immer Vorteile für das Unternehmen. Ein zufriedener Kunde kauft schließlich lieber als ein unzufriedener. Messenger bieten damit nicht nur einen unkomplizierten Weg, mit der Zielgruppe in Kontakt zu treten. Messenger Marketing ist außerdem ein guter Weg, um eine loyale Kundenbeziehung aufzubauen. Die direkte Kommunikation mit minimalen Streuverlusten und einer erweiterten Reichweite durch persönliche Weiterempfehlungen steigert den Umsatz und erhöht die langfristige Kundenbindung.

Wenn ein Unternehmen also die neue Kollegin namens Messenger-Marketing im eigenen Marketing-Mix aufnimmt, kann es zum einen die jüngere Generation der sogenannten Digital Natives, aber über WhatsApp auch die Generationen über 35 Jahre erreichen. WhatsApp wurde ja bereits 2009 als eine reine Instant Messenger-App gegründet. Die Zielgruppe der App umfasst die meisten der 13- bis 60-Jährigen. Sie ist also wahnsinnig breit gestreut. Die Zahl der Nutzer beläuft sich weltweit auf eine Milliarde.
Wichtig ist aber auch hierbei, dass die Ansprache passend auf die Zielgruppe zugeschnitten ist. Auch sollte die künstliche Intelligenz des Chatbots gut ausgebildet sein, bevor man ihn auf die Kunden loslässt. Nichts ist schließlich nerviger als die Diskussion mit einem Chatbot, der nur auf eine Handvoll Keywords mit einer vernünftigen Antwort reagiert.

Fazit: Vom Messenger-Marketing profitieren

Das Fazit zu Messenger-Marketing kann im Grunde nur positiv ausfallen. Die gute alte E-Mail sieht daneben leider noch älter aus. Die neue Kollegin hat sich ziemlich schnell etabliert. Sie wird in Zukunft nicht mehr wegzudenken sein aus einem modernen Marketing-Mix. Mehr noch wird Messenger-Marketing via Facebook Messenger oder WhatsApp in den kommenden 10 Jahren weiter zunehmen. Ein Vorteil ist etwa die bereits angesprochene Aktivität im Gegensatz zur bisherigen Passivität des Zielpublikums. Schließlich besitzt die Zielgruppe beim Messenger Marketing selbst mehr „Macht“ darüber, wer sich werbend an ihn wendet. Die Zielperson selbst muss sich dafür entscheiden, ob er beispielsweise einen Newsletter eines Nachrichtsenders, eines Autohauses oder einer TV-Show erhalten will. Und per Messenger können Inhalte natürlich auch viel leichter geteilt werden. Dies ist natürlich auch wiederum ein Vorteil für die Unternehmen. Die meisten Unternehmen würden also vom Messenger-Marketing profitieren.