Warum Unternehmen das IoT zum Überleben brauchen

Die Digitalisierung hat die Gesellschaft nicht erst seit der Verbreitung des Internet of Things (IoT) fest im Griff. Daher ist es unabdingbar für große Unternehmen, mit auf der digitalen Welle zu schwimmen. Der Wandel ist schließlich kein Schreckgespenst, sondern vor allem ist er eine Chance, dem Kunden näher zu kommen. Wer sich dem digitalen Wandel der modernen Gesellschaft verschließt, wird sehr schnell draußen vor der Türe stehen, während drinnen gefeiert wird.
Der Handel über das Internetgeschäft oder die Kommunikation über IoT-Geräte, Bankgeschäfte, Haustechnik, das Gesundheitswesen, die Logistik- und Transportbranche und viele andere Bereiche laufen ja längst digital. Zumindest wenn man mit dabei ist. Egal auf welchem Kontinenten, egal, ob das Unternehmen klein, groß oder mittelständisch ist, überall verändert die digitale Transformation den modernen Geschäftsalltag. Wer hier nicht mit am Strang von IoT und Big Data zieht, der braucht gar nicht erst anzutreten.

Herausforderungen sind dazu da, um sie anzunehmen

Das Mithalten mit der digitalen Transformation stellt viele Unternehmen, ob den Handwerkerbetrieb oder den Großkonzern vor Herausforderungen, aber so ist es nun mal, wenn man mit der Zeit geht. Herausforderungen sind dazu da, um sie anzunehmen. Auch während der Industrialisierung standen Firmen ja bereits vor dem Berg an Veränderungen, die man durchführen musste, um weiterhin im Wettbewerb bestehen zu können. Sei es in der Organisationen, der Abrechnung oder in der Beziehung zum Kunden. Veränderung bedeutet in der Unternehmerwelt nicht selten Überleben. Genau hier liegt übrigens die Chance von Start-Up Unternehmen, die nicht selten direkt mit digitalen Trends wie dem IoT oder den Chatbots arbeiten.

Bestehende Unternehmen müssen hingegen oft umbauen oder zunächst sogar erst umdenken. Einigen gelingt das scheinbar spielend. So ist zum Beispiel die Transformation bei einigen Unternehmen sehr gut zu sehen. Nehmen wir eine bekannte Firma wie Rolls-Royce, die sich von einem reinen Flugzeugmotorenhersteller zu einem Anbieter und Dienstleister für Flugmeilen transformiert. Hier wurde von Anfang an mitgedacht und die Herausforderung nicht gescheut.

Keine Geräte mehr ohne IoT

Bei vielen Unternehmen liegt die Challenge wohl vor allem in der technischen Machbarkeit. Aber auch hier sollte nicht gescheut werden, neue Wege zu gehen und vielleicht auch Geld in die Hand zu nehmen, das sich durch eine gestärkte Wettbewerbsfähigkeit dann irgendwann bezahlt macht. So stehen natürlich bei großen Telekommunikationsunternehmen wie der Telekom die IoT und die Smarthome Technik seit langem schon sehr hoch im Kurs.

Auch gibt es wohl inzwischen kein modernes Unternehmen mehr, das technische Geräte herstellt, die nicht zum überwiegenden Teil IoT-fähig sind. Ob Auto, Kaffeemaschine, Zahnbürste oder Telefon, alles ist dank IoT miteinander vernetzt und kann übers Internet erreicht werden. Egal, ob es sich um ein Unternehmen wie Somfy handelt, seit Jahren schon Marktführer auf dem Gebiet der Antriebs- und Steuerungstechnik für Rollläden, Markisen oder auch Tore oder um Firmen wie Philips, Samsung etc.. Der Kunde verlangt Geräte, die über IoT bewegt werden können. Die Firma muss bedienen, was die digitale Gesellschaft wünscht.

Die Ansprache des digitalen Kunden

Das ist der eine Aspekt des Wandels. Der andere betrifft weniger die Produkte. Es geht vielmehr darum, wie man den Kunden erreicht. Wie man seine Produkte verkauft und wie man die Kommunikation mit dem Kunden aufrechterhält. Die digitale Transformation stellt Unternehmen hierbei oft vor noch größere Herausforderungen.

Teilweise geht es vielleicht sogar um eine völlige Neuausrichtung der Geschäftsmodelle. Die digitale Transformation wird durch die zunehmende gesellschaftliche Digitalisierung vorangetrieben. Der Kunde hat andere Erwartungen. Er möchte die Produkte digital erreichen und er möchte vor allem die Unternehmen digital in seinen Alltag miteinbeziehen. Dienstleistungen und Produkte müssen also entsprechend angepasst werden. Und die digitale Transformation verlangt eine schnelle Anpassung. Die Orientierung am Kunden lässt nichts anderes zu.

So sind zum Beispiel die sozialen Netzwerke ein ebenso wichtiger Aspekt der Transformation wie eine gut gemachte App. Ohne den Onlineshop, die Bestellstrecke oder den E-Mail-Verkehr mit dem Kunden braucht ein Unternehmen gar nicht erst versuchen, am Leben zu bleiben. Der moderne Nutzer ist eben digital. Und er nimmt die Marken anders wahr, als es der Kunde vor fünf oder zehn Jahren noch getan hat. Diese veränderte Erwartungshaltung muss ein Unternehmen in seine Strategien miteinbeziehen. Daher sollte besonders viel Wert in eine besonders gute eCommerce-Strategie gelegt werden.

Schließlich bringt der digitale Wandel ja auch famose neue Möglichkeiten. Richtig gut angewandt kommt der Kunde an vielen neuen Punkten mit dem Produkt in Berührung, erfährt von der Dienstleistung oder verrät etwas über seine Vorlieben und Wünsche. Den Kunden fest im Blick sorgen zum Beispiel IoT verbundene Haushaltsgeräte für glückliche Kunden und ebenso glückliche Unternehmen.

Die Erleichterung des Arbeitsalltags

Nicht nur der Kunde, auch der Mitarbeiter eines Unternehmens kann durch die digitale Transformation motiviert werden. Prozesse können vereinfacht und mehr Raum für Kreativität geschaffen werden. Vor allem jüngere Mitarbeiter sind dabei natürlich motivierter.
Digitale Schulung der Mitarbeiter und Führungskräfte ist ebenso ein Thema. Der Arbeitsalltag kann abwechslungsreicher und gleichzeitig produktiver gestaltet werden. Nur in einem kreativen Arbeitsumfeld, das zufriedene und wertgeschätzte Mitarbeiter inne hat, werden schließlich neue Innovationen und kreative Dienstleistungen hervorgebracht. Teams, die dabei zum Beispiel auch über Kontinente hinweg miteinander arbeiten, die Möglichkeiten durch moderne Technik zu experimentieren, all das schafft Räume für spannende Ideen. Flexible Formen der modernen Arbeit ebenso.

Intelligente Nutzung von Potentialen

IoT verändert nicht nur die Kommunikation und das Verhältnis zum Kunden sondern dadurch eben auch die Art und Weise, wie Unternehmen zu wirtschaften haben. Daten können als Ressourcen genutzt werden und Analysen neue Wege aufzeigen. Nicht nur bekannte Unternehmen von denen man das erwartet, so wie etwa Amazon, SAP, Telekom oder Apple nutzen IoT, auch kleinere und mittelständische Unternehmen richten die Strategien neu aus.

Nach einer Studie, die von der „Computerwoche“ durchgeführt wurde, gaben 60% der 370 befragten Entscheider von Firmen an, dass sie sich einen positiven Effekt für ihr Geschäft vom Internet of Things versprechen. Die Vorteile lagen vor allem bei der besseren Vernetzung von Prozessen (27%) und bei der Kostenersparnis (23%). 21% wollen neue Businessmodelle erschließen und 25% der Befragten sahen neue Potentiale der Kundengewinnung. Die Vorteile sind also für alle Unternehmen breit gefächert, wenn man die Potentiale nutzt.