Wie intelligente Produkte das Business mitgestalten

Das Internet der Dinge beeinflusst das Leben von vielen Menschen – und zwar täglich. Denken wir allein an die Aktionen von intelligenten Produkten, die das E-Business, also die Bestelllungen über das Internet für uns übernehmen können. Rasierapparate, die Rasierklingen ordern und so weiter. Intelligente Produkte mischen aber auch in der Wirtschaft immer öfter mit. Sie beeinflussen die Gestaltung der täglichen Abläufe und bringen Innovationen voran. Und sie werden auch künftig die Unternehmen weltweit beeinflussen, egal in welcher Branche. An der Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Produkten, die Informationen in Clouds speichern, um sie für die Optimierung von Prozessen zu nutzen, wird gearbeitet. Und es wird aufgerüstet. Der „Forrester Report“ der Forrester Research prognostiziert, dass neben den IoT-Devices des täglichen Lebens auch die Segmente Transport, Sicherheit und Überwachung sowie der Einsatz in der Industrie für weiteres Wachstum der Welt der Data Clouds sorgen.

Im aktuellen IHS-Report wird außerdem prognostiziert, dass der IoT-Markt von rund 15,4 Milliarden Devices im Jahr 2015 auf etwa 30,7 Milliarden Devices im Jahr 2020 wachsen wird. Ist diese Eroberung unserer Welt im Sturm verdient? Oder bloß ein völlig überschätzter Hype? Schauen wir uns die einzelnen Arbeitsfelder der intelligenten Produkte einmal genauer an.

Intelligente Produkte als hilfreiche Assistenten

Assistenten waren für den Wissenschaftler schon immer von großer Bedeutung. Wenn auch oft verkannt, vielleicht sogar unglücklich. Den Ruhm fuhr ja der Wissenschaftler ein. Der oder die Assistenten blieben ungenannt. Wenn nicht gerade Jahrzehnte nach ihrem Ableben oder ihrem Wirken ein Film darüber gemacht wurde. So wie im vergangenen Jahr über die afroamerikanischen Frauen, die bei der NASA im Keller saßen und sich die Köpfe heiß rechneten. Eine große Ungerechtigkeit widerfuhr den Damen, die in „Hidden Figures“ dargestellt sind. So wurden ihre immensen Leistungen, die dazu führten, dass die ersten Flüge ins Weltall überhaupt gelangen, doch damals kaum gewürdigt.
Assistenten, die noch schneller rechnen können. Fleißige Arbeitsbienen, intelligent, anspruchslos und strebsam, die zudem noch über gigantische Datenmengen verfügen. Helfer, die in Verbindung mit Myriaden von Informationen stehen. In einigen Bereichen werden dadurch ganz neue Möglichkeiten der Produktionseffektivität und der Neuentwicklung von Produkten geschaffen.

Intelligente Produkte für mehr Sicherheit und mehr Transparenz

Es gibt noch mehr Einsatzbereiche. IoT erhöht zum Beispiel die Sicherheit und die Zuverlässigkeit bei der Verfolgung von Lieferungen. Wir kennen das selbst. Wir verfolgen schließlich selbst die Anlieferung unserer bestellten Waren mit. Ebenso läuft das natürlich bei den Warenlieferungen großer Unternehmen. Größere Bedeutung aber erlangt die besondere Art der Transportüberwachung im Bereich der Gastronomie oder der Lebensmittelbeförderung. So wird auf dem Transport beispielsweise eine lückenlose Überprüfung der Temperatur gewährleistet. Transparenz und Sicherheit können dank der intelligenten Produkte also tatsächlich großgeschrieben werden. Und auch die Wartung kann durch intelligente Produkte auf diese Weise natürlich verbessert werden. Wieder ein Aspekt, der in vieler Hinsicht die Sicherheit verbessern kann.

Auch im Bereich der Flugzeugwartung verbessert der Einsatz der intelligenten Produkte als zuverlässige Assistenten bereits die Sicherheitsstandards. Zeit kann dadurch eingespart und die Lebensdauer von Maschinen erhöht werden. Ganz zu schweigen von der Verringerung der Fehlerquellen durch menschliches Versagen. Gleiches gilt für die Autoindustrie. Etwa 5,6 Millionen Unfälle werden jedes Jahr allein in den USA gezählt. Dabei entsteht ein Schaden von rund 277 Milliarden Dollar. Vor allem kleinere Unfälle, bei denen es um niedrigere Geschwindigkeiten geht, lassen sich durch den Einsatz von Sensoren und automatischen Bremssystemen verhindern. Wieder ein Punkt für die Effizienz von IoT verbundenen Geräten in der Sicherheitsarbeit.

Die Effektivität vom Internet der Dinge in der Industrie

Wie bereits erwähnt, sind es vor allem die Zeit- und Kostenersparnis, welche Unternehmen und damit auch dem Kunden zugutekommen. Weitergedacht bleibt den Firmen dann wiederum mehr Zeit und Geld für Innovationen. Technische Neuerungen kommen schneller voran. Auch kleinere oder traditionelle und mittelständische Unternehmen werden davon profitieren. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch die neue Studie des McKinsey Global Institute (MGI). Diese wurde unter dem Titel “The Internet of Things: Mapping the value beyond the hype” veröffentlicht. Darin stellt Mc Kinsey heraus, dass das Internet der Dinge mit seinen Möglichkeiten einen weltweiten wirtschaftlichen Mehrwert von bis zu 11 Billionen Dollar im Jahr 2025 kreieren wird. Der Wert entspräche etwa 11 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung.

Die höchste Geltung hätte der Einsatz von intelligenten Produkten dabei bei der Produktion in den Fabriken. Der wirtschaftliche Mehrwert läge hier sogar bei bis zu 3,7 Billionen Dollar. Vor allem die Optimierung und Automatisierung von verschiedenen Abläufen macht jede Produktion logischerweise effektiver. Produkte werden von Sensoren geleitet. Sie werden durch den Produktionsprozess geleitet und je nach Auslastung kann die Produktion entsprechend gesteuert werden. Auch auf Feinheiten kann reagiert und Kosten eingespart werden. Beispiel hierfür ist General Motors. Dort wird die Luftfeuchtigkeit in der Lackierabteilung gemessen. Entsprechend der Bedingungen wird die Teileanlieferung gesteuert. Sind die Bedingungen eher schlecht, wird automatisch umbestellt. Damit können Fehler und im Anschluss aufwendige Nacharbeiten verhindert werden. Das Realtime-Monitoring hilft überdies, Fehler im Produktionsprozess sofort zu beheben.

Was für eine Ersparnis! Früher wurden Fehler oft erst nach dem Abschluss der Herstellung oder gar nach der Fertigstellung einiger Produktionszyklen erkannt. Dadurch mussten fehlerhaften Produkte eingestampft werden. Heute aber können Abweichungen dank der Wachsamkeit der IoT verbundenen Maschinen bereits im laufenden Betrieb ausgebessert werden. Die Frage nach der Effizienz stellt sich damit wohl nicht mehr.

Wie verhelfen Intelligente Produkte zu neuen Innovationen?

Sensoren, die Zustands- und damit natürlich auch Nutzungsdaten erfassen: Diese Technologie eröffnet vielen Unternehmen natürlich auch mehr Möglichkeiten, auf das Nutzerverhalten und die Vorlieben der Kunden einzugehen. Außerdem erlauben Nutzungsdaten Rückschlüsse darauf, wie die Produktentwicklung verbessert werden kann. Das Unternehmen kann so direkt auf die Wünsche der Kunden eingehen, sie schneller umsetzen. So kann zum Beispiel in Fahrzeugen auch festgestellt werden, welche Funktionen häufig genutzt werden, wie sie genutzt werden und welche sich als überflüssig erweisen. Oder welche Funktionen vielleicht einfach schlecht platziert sind. Simple Software-Updates können dabei schon behilflich sein, um zum Beispiel auf die bestimmten Funktionen aufmerksam zu machen.

Allerdings sollten die Unternehmen auch die Datenschutzbedenken in Sachen IoT ernst nehmen. Bei aller Euphorie sollte die Sicherheit nicht außer Acht gelassen werden. Es wäre zu schade um die Wunder der neuen Technologien.