10 Begriffe, die das Internet der Dinge erklären – Glossar

Das Internet der Dinge prägt unsere Gegenwart wie kaum eine andere Innovation in den vergangenen Jahrzehnten. Vom Smartphone vielleicht mal abgesehen, aber auch das gehört ja nun zur Welt der Clouds dazu. Das hört man schließlich schon am Wort Smart. Das smarte Telefon, das Smart Home oder die Smart City. All diese Bereiche zeugen vom Einzug des Internet der Dinge in unseren Alltag. Was aber genau bedeutet es, dass unser Zuhause nun mit dem netten Adjektiv Smart ausgestattet wird. Und was vermag das Internet der Dinge eigentlich genau?

Fangen wir von vorne an: Im Jahr 1974 wurde erstmals das Wort Internet verwendet. Wörtlich gemeint ist damit eben ein Netz, durch das man miteinander interagieren kann. Seither ist eine Menge passiert und viele Begrifflichkeiten sind hinzugekommen, die uns zuerst fremd erscheinen und im Grunde genommen doch täglich umgeben. Von der M2M-Technologie bis zur Industrie 4.0…. Zeit für ein kleines Glossar.

Digitalisierung ist alles

Die Digitalisierung hat die Gesellschaft nicht erst seit dem Internet of Things erfasst. Digitalisierung heißt ja nichts anderes, als dass analoge Informationen wie Texte oder Fotografien über elektronische Geräte wie Scanner oder Computerchips in Bits und Bytes umgewandelt werden. Die Digitalisierung dient grob gesagt dazu, Informationen digital zu verarbeiten, zu speichern und zu übertragen. Die Digitalisierung erleichtert damit die Konservierung und den Austausch von Informationen. Mit weitreichenden Folgen. Dank des Internets und den digitalen Informationen werden viele  Dinge vereinfacht. Und eben auch papierlos absolviert. Heute läuft die Bestellung über den Online Shop. Anstatt Briefe zu verfassen, schreiben wir eine E-Mail. Der moderne Nutzer ist längst digital geworden. Was daraufhin folgt, sind seine Alltagsgeräte, Fertigungsmaschinen oder das Auto.

Machine to machine-Technologie in der Industrie 4.0

Ein naher Verwandter vom Internet der Dinge ist die M2M-Technologie. Damit ist nichts weniger als die Kommunikation von Maschine zu Maschine gemeint. Die Technologie macht es möglich, dass ein angeschlossenes Gerät Informationen mit einem anderen angeschlossenen Gerät austauscht. Und zwar ohne dass der Mensch etwas damit zu tun hat.

Eingesetzt wurde die M2M-Technologie erstmals in der Fertigung. Später folgten die Bereiche Gesundheit, Wirtschaft, Versicherungen und andere. Und es ist sicher auch die Grundlage für die populäre Bezeichnung der Industrie 4.0. Schließlich hat die Digitalisierung zu einer neuen industriellen Revolution geführt. Hierbei spielen die M2M-Technologie und eben auch das IoT eine entscheidende Rolle, die unsere Arbeiten und die Produktion verändert hat. Ein Beispiel: Ein Fertigungsroboter in einer Autofabrik sendet an die Zentrale, dass ein Bauteil verschlissen ist. Die Zentrale bestellt sofort ein Ersatzteil. Die Produktion wird derweil an die neuen Umstände angepasst. Das heißt, dass der beschädigte Fertigungsroboter bis zum Eintreffen des Ersatzteils geschont wird.

Cyber-physische Systeme

Um die Industrie 4.0 in Gang zu halten, braucht es Cyber-physische Systeme. Dabei handelt es sich um eine Form der Eingebettete Systeme (Embedded Systems), bei der eben mehrere technische Anlagen miteinander vernetzt sind. Ziel ist es, die jeweiligen Abläufe untereinander zu steuern und zu koordinieren. Sie bestehen dabei aus mechanischen Komponenten, Software und eben auch aus moderner Informationstechnik, die dank des Internet der Dinge und der Digitalisierung möglich ist. Nur so kann die Steuerung und die Kontrolle von komplexen Systemen mit dem Internet der Dinge funktionieren.

Zum Artikel Internet der Dinge Glossar: Laptop und Smartphone auf Tisch

Das Internet der Dinge ist in unseren Alltag getreten. Unser Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe.

Smart Objects, Smart Homes & Smart Cities

Nicht nur in der Industrie ist das Internet der Dinge heute allgegenwärtig. Die effiziente Steuerung von Licht und Strom etwa wird dank des Internet der Dinge von unseren Geräten selbst übernommen. Diese dürfen sich daher Smart Objects oder vielleicht noch Smart Devices nennen. So haben wir eine Fußbodenheizung, die sich danach richtet, ob man sich im Raum befindet. Oder wir freuen uns über Licht, das sich selbst abschaltet, wenn man ins Bett geht, das nun also im Schlafzimmer unseres Smart Homes steht. Die Smart Home Technologie sorgt damit oft auch für Energieeffizienz.

Was gibt es schließlich Besseres als eine Heizung, die Energie spart, weil sie das durch die Verbindung zu einem Gerät mit Rechenleistung nun mal kann? Und im größeren Stil? Da sind wir in der Smart City angekommen. Auch hier werden durch intelligente Technologien Kosten und Zeit gespart. In der IoT gesteuerten Smart City sorgt zum Beispiel die smarte Abfallentsorgung dafür, dass Sensoren in den Abfalleimern die Route der Entsorgungsteams planen. Praktisch auch: Durch vernetzte Lichtzeichenanlagen kann sich der Autofahrer zum nächsten freien Parkplatz führen lassen.

Das Internet der Dinge produziert Big Data

Viele Einsatzmöglichkeiten brauchen viel Raum. Das heißt, dass das Internet der Dinge bei allen Einsätzen Berge an Daten heranschafft. Natürlich kann Big Data sinnvoll für Analysen und Marketing genutzt werden. Allerdings müssen dazu Datenschätze, die so groß sind, dass Sie nicht mit herkömmlichen Datenbankwerkzeugen verarbeitet werden können, bewegt werden. Big Data benötigt daher parallele Rechenressourcen. Auf diese Weise können Big-Data-Analysetechniken dafür sorgen, dass relevante Daten gefunden und verarbeitet werden. Sinnvoll eingesetzt heißt das, dass Unternehmen dadurch näher an ihrer Zielgruppe sein können. Neue Trends können dann mit Hilfe der Daten aus dem Internet der Dinge entdeckt und Simulationen erfolgreich umgesetzt werden.

Connected Cars

Das Internet der Dinge macht auch vor unseren geliebten Autos nicht Halt. Gott sei Dank muss man sagen, denn auch hier sorgt IoT für Erleichterung durch Automatisierung. Es sorgt zum Beispiel durch Sensoren und der Verbindung mit der Werkstatt dafür, dass wir sofort einen Termin haben, wenn etwas nicht stimmt. Das Smart Car besitzt damit auch eine Art Künstlicher Intelligenz, die uns unter die Arme greift. Hierbei können sogar Leben gerettet werden. Wenn der Wagen im Falle eines Unfalls oder bei einer akuten Verschlechterung unserer Gesundheit zum Beispiel den Notarzt verständigt.

Das Internet of Everything kommt

Die Zukunft des Internet der Dinge ist die Erweiterung. Diese ist bereits im Gange und nennt sich Internet of Everything. Das IoE-Konzept verbindet die M2M-Kommunikation mit der M2P- (Machine-to-People) und der technologieunterstützten People-to-People-Interaktion. Das heißt, dass smarte Objekte, Maschinen und der Mensch selbst in einem komplexen System in einen Zusammenhang gebracht werden. Auch hierbei werden Sensoren, Clouds und Netzwerke eingesetzt und zu einem gigantischen System zusammengefügt. Ein System, in dem wir miteinander kommunizieren und in dem intelligente Entscheidungen getroffen werden.