Für welche Einsätze Narrowband IoT perfekt ist

Narrowband IoT ist die ideale Lösung für den Einsatz vieler smarter Devices. Und die werden ja den einschlägigen Prognosen zufolge von Jahr zu Jahr mehr. Toaster, Fitness Gadgets, Mobiltelefone und andere Dinge, die mit Internet verbunden sind, gehören zum Alltag dazu. Narrowband IoT (NB-IoT) ist als drahtloses Netzwerk, das wenig Strom braucht und eine hohe Abdeckung erreicht, ein wichtiger Faktor der digitaler werdenden Welt. Die Einsatzgebiete des schmalbandigen Multitalents erstrecken sich daher auf eine große Bandbreite von Dingen. Dabei geht es nicht nur um Power für Devices, die für Spielereien sorgen. Vor allem auch praktische oder gar lebenswichtige Bereiche können durch NB-IoT unterstützt werden. Schauen wir uns die Bereiche einmal an, die man mit den Worten „Narrowband  IoT, ihr Einsatz bitte“ einleiten könnte.

Narrowband IoT dringt sogar in Ford Knox ein

Ein großer Vorteil des Schmalband IoT ist die hohe Durchdringbarkeit, die man damit erreicht. Diese nutzt vor allem smarter Gebäudetechnik, die ohne hohe Durchdringbarkeit gar nicht umsetzbar wäre. Die Fähigkeit hätte sicher mancher Meisterdieb gerne, denn Narrowband IoT würde vielleicht sogar durch die Betonmauern von Ford Knox dringen. Aber natürlich ist unsere faszinierende Schmalband Technik, die auf der LTE-Technologie basiert, kein Dieb. Sie hilft uns eher dabei, Diebe zu vertreiben. Denn auch Alarmsysteme können mit ihr arbeiten.

Datenerhebung durch Narrowband IoT

Ebenso hilft die Technik dabei, Messwerte wie Temperaturen oder Wasserstände in den Tiefen von Gebäuden, etwa in Kellerräumen, zu ermitteln. Wie gut das funktioniert, wurde jüngst erst bewiesen. Schließlich hat der Immobiliendienstleister ista in einem gemeinsamen Projekt mit der Telekom eben jene Durchdringung in Gebäuden getestet. Dazu wurde der Zugang zu 500 Messstellen in rund 60 Wohnungen im Raum Köln/Bonn ermöglicht. Die entsprechenden Messungen wurden von der unabhängigen Beratungsgesellschaft P3 communications GmbH ausgeführt. Tatsächlich konnten in 99,75 Prozent der Fälle eine stabile Verbindung aufgebaut werden. Die zu messenden Daten konnten dadurch schnell und sicher übermittelt werden.

Nicht nur das beweist die große Bedeutung von Narrowband IoT.  „Bereits heute haben wir europaweit über 23 Millionen IoT-fähige Geräte im Einsatz und die Zahl erhöht sich täglich“, gab Achim Dicke, Chief Technology Officer bei ista ergänzend an. „Der erfolgreiche Praxistest zeigt, dass Narrowband-IoT alles mitbringt, um zum neuen, weltweit interoperablen Standard im energiearmen Machine-to-Machine- bzw. M2M-Kommunikationsbereich zu werden. Dies nicht nur außerhalb von Gebäuden, sondern sogar flächendeckend im Gebäude selbst und für die Messung von Energieverbräuchen ebenso wie für weitere Services, die eine stabile und energieeffiziente Datenübertragung erfordern.“ 

Kleine Datenmengen werden schnell übertragen

Auch für die Logistik eignen sich die Vorzüge des schmalbandigen Netzes ziemlich gut. Nehmen wir zum Beispiel Tracking-Geräte für Transportcontainer. Gerade hier wird durch das NB-IoT ein schnelles und sicheres Tracking möglich. Durch die Nutzung von Mobilfunkmasten, ist das viel energiesparender. Deshalb stellt Narrobwand IoT auch für die Macher von Vodafone eben die Erweiterung des LTE-Netzes dar. „Die Technologie setzt auf unserer vorhandenen Mobilfunkinfrastruktur auf und ist für die fast unbegrenzte Vernetzung von Gegenständen optimiert. Kurz: Narrowband-IoT ist unser Maschinennetz“, erklärte Dr. Eric Kuisch, Geschäftsführer Technik bei Vodafone Deutschland.

Narrowband IoT für die smarte Müllabfuhr

Kleine Revolutionen leicht gemacht: In einigen Smart Cities kommunizieren inzwischen ja auch die Mülltonnen. So zum Beispiel in Amsterdam. Hier geben die smarten Tonnen dank der angebrachten Sensoren weiter, wann sie voll sind und geleert werden müssen. Das heißt, dass auch hier immer wieder kleine Datenmengen weitergegeben werden. Die Daten bestimmen dann die Routen und die Zeitpläne. Nach Bedarf wird optimiert, denn wenn eine Tonne kein Signal abgibt, kann der Fahrer sie bei der Tour vernachlässigen. Damit wird durch das Internet der Dinge also auch die Umwelt geschont, weil die Anzahl der überflüssigen Fahrten verringert wird.

Wie praktisch, also wenn die Dinge plötzlich mit uns sprechen. Wenn Maschinen mit Maschinen kommunizieren und ihre Analysen zu blitzschnell gefällten Entscheidungen führen. Davon wird es nicht nur in der Smart City zukünftig mehr und mehr geben. Und um diese vielen kleinen Datenpakete günstig zu übermitteln, braucht es eben Narrowband IoT. Schließlich handelt es sich hierbei um Module, die ohne externen Stromanschluss auskommen und nur selten gewartet werden müssen. Je nach Einsatz vielleicht alle fünf bis zehn Jahre. Genau das macht Narrowband IoT eben unerlässlich für die smarte Stadt, in der künftig auch aktuelle Verkehrsdaten übermittelt werden sollen.

Weniger Stau mit Narrowband IoT

Damit sind wir auch beim nächsten Einsatzgebiet. Geringer Stromverbrauch, sichere Leistung bei der Vermittlung geringer Datenmengen zu niedrigen Kosten: Diese Kombination macht Narrowband IoT zu einer Funktechnologie, die für IoT-Anwendungen im Auto optimal ist. Schließlich konzentriert sich NB-IoT auf M2M-Kommunikation (Machine-to-Machine). Das heißt, dass uns Ampeln oder Staumelder  eine Meldung auf das Auto geben und das Navi uns automatisch eine andere Route vorgibt. Oder die Parkhäuser melden dem Smart Car, ob sie voll sind.

In der Zukunft werden solche Technologien zum Standard in Smart Car und Smart City gehören. Und das muss auch so sein, wenn wir Probleme wie Verkehr und Umwelt, die ja eng miteinander verknüpft sind, lösen wollen. Wir müssen eine Vielzahl kleiner Datenmengen dazu verwenden können, um uns und die Dinge sinnvoll miteinander zu vernetzen. Mit Hilfe des NB-IoT werden diese wichtigen Daten durch eine schmalbandige Kommunikation inmitten der smarten Stadt übertragen. Narrowband IoT basiert ja auf der LTE-Technologie. Das heißt, es begrenzt die Bandbreite des LTE-Standard auf einem einzigen Schmalband-200kHz. Dabei verwendet es ungenutzte 200-kHz-Bänder, die für GSM (Global System for Mobile Communications) zugänglich gemacht wurden.

Smartes Farming dank NB-IoT

Aber nicht nur in der Stadt hilft uns die Technik. Denken wir an das Internet der Dinge, denken wir zwar in erster Linie an Geräte, an Smartphones, Sprachassistenten, an Smart Factory oder an das Smart Home. Es geht aber auch ländlicher. Smartes Farming wird mit Hilfe von Narrrowband IoT ebenfalls möglich. Warum sollen nicht auch die Bauern von den neuen Techniken profitieren? Bisher aber gab es leider zu oft Probleme bei der digitalen Vernetzung von landwirtschaftlichen Maschinen. NB-IoT aber macht es möglich. Wasser, Düngemittel und CO2 können besser reguliert werden. Die Bewirtschaftung wird effizienter. Daten zum Ernteprozess und historische Daten zur Bepflanzung des Feldes oder Düngezyklen können gesammelt und analysiert werden.  So hilft NB-IoT eben auch flächendeckend.