Die Digitalisierung als Motor für das Innovationsmanagement

Was hat das Innovationsmanagement mit Morsezeichen zu tun? Eigentlich eine ganze Menge, wenn man mal in Betracht zieht, dass das Morsen eine erste Form der Digitalisierung ist. Es ging dabei ja schlichtweg um Codes, die Informationen weiter geben. Das Gute am Morsen war, dass man schnell und auf einem einfachen Weg eine wichtige Nachricht weitervermitteln konnte. Ebenso funktioniert schließlich das Prinzip der Digitalisierung. Man vereinfacht Informationen, indem man sie in Codes verpackt. Bilder, Nachrichten, Filme: Als Code beschrieben kann alles auf entsprechenden Wegen transportiert werden. Das Prinzip führte in den vergangenen Jahren zu nichts geringerem als der sogenannten Digitalen Revolution. Es führte damit zu einem Wandel in allen Bereichen unseres Seins. Ähnlich wie bei der industrielle Revolution, die übrigens gar nicht so weit von der Erfindung des Morsens entfernt ist.

Die Geschwindigkeit, mit der uns die Digitalisierung voranbringt, ist natürlich viel höher. Digitalisierung ist wie ein Motor, der uns antreibt. Sie hilft Unternehmen dabei, schneller, besser und effektiver zu werden. So zum Beispiel in der Produktion. Bei General Motors etwa wird die Luftfeuchtigkeit in der Lackierabteilung digital gemessen. Durch den Informationsaustausch zwischen den Produktionskomponenten wird die Teileanlieferung entsprechend der klimatischen Bedingungen gesteuert. Bei schlechten Bedingungen wird automatisch umbestellt. Auf diese Weise können aufwendige Nacharbeiten verhindert werden. In anderen modernen Betrieben ist es nicht anders. Dank der Wachsamkeit der IoT verbundenen Maschinen kann im laufenden Betrieb nachgebessert und angepasst werden.

Aber nicht nur in der Industrie laufen die Maschinen heute effektiver. Auch im Bereich des Innovationsmanagement bringt der Motor Digitalisierung die Reformfreude mächtig ins Rollen.

Intelligente Datennutzung als Motor des Innovationsmanagements

Morsezeichen kommen schließlich auch von Seiten der Nutzer. Kluge Entwickler, Erfinder, Marketing-Strategen und Produktentwickler stellen die Lauscher auf und hören zu. Digitale Daten bieten nämlich viele wichtige Informationen zum Verhalten der User. So zum Beispiel in der Autoindustrie. Der digitale Fingerabdruck, den der Autokäufer in seinem Fahrzeug hinterlässt, gibt Aufschluss darüber, welche Funktionen kaum, nie oder eben besonders oft genutzt werden. Die Technologischen Fortschritte können dann anhand dieser Daten gemacht werden. Besser gesagt, die Entwicklungsabteilung des Autokonzerns kann durch die Informationen an weiteren Fortschritten arbeiten und sich neue Innovationen ausdenken. Das kommt nicht nur den Autobauern zugute. Der Verbraucher erhält dadurch eine unsichtbare Macht.

Sensoren, die Zustands- und damit natürlich auch Nutzungsdaten helfen also dem Innovationsmanagement bei ihrer Arbeit. Innovationen und technische Neuerungen wiederum kommen auf diese Weise schneller voran. Geholfen ist damit vielen Seiten. Denn auch der Verbraucher hat etwas davon, wenn seine Vorlieben berücksichtigt werden.

Startups vs. große Unternehmen

Was wäre inzwischen auch der moderne Haushalt ohne Sensoren, Aktoren und Cloud-Services. Und wie lahm wäre der Fortschritt im Bereich Medizin ohne technische Lösungskonzepte, die auf dem Internet der Dinge basieren. Die Digitalisierung ist in vielen Bereichen als Innovationsantreiber unersetzlich. Dabei gibt es jedoch einen entscheidenden Faktor, der mit der digitalen Revolution Hand in Hand geht. Durch die aufkommende Digitalisierung erst wurden in den vergangenen Jahren unzählige Startups geboren. Diese jungen Unternehmen sorgen mit ihren Ideen oft für einen schnelleren Antrieb des Motors. Die Mühlen in kleinen Unternehmen mahlen nämlich oft schneller. Dabei haben natürlich die etablierten Unternehmen schnell die Bedeutung solcher Startups erkannt und ein Auge drauf geworfen. Oder den Geldbeutel. Wer was auf sich hält, der arbeitet mit solchen „jungen Wilden“ zusammen. Oder kauft sie auf, was nicht immer nur schlecht sein muss.

Synergien zu bilden, kann schließlich auch fruchten. So hat zum Beispiel das amerikanische Software Unternehmen CloudBees vor einigen Monaten die österreichische Startup-Firma Codeship gekauft. Codeship ist im Cloud-Bereich stark. Dort ermöglicht man den Kunden, die Aktualisierungen ihrer Software so rasch und so fehlerfrei wie möglich zu veröffentlichen. Online-Shops und Banken nutzen das beispielsweise. Gemeinsam mit CloudBees ist man nun sogar Marktführer.

Zum Artikel: Digitalisierung als Motor für das Innovationsmanagement: Person vor Tafel mit Zetteln

Im Bereich des Innovationsmanagement bringt der Motor Digitalisierung die Reformfreude mächtig ins Rollen.

Vernünftige Logistik funktioniert nur dank Digitalisierung

Nicht nur das Online-Gewerbe profitiert von den Innovationen der Digitalisierung. Unternehmen, die Prozesse digitalisieren, begeistern ihre Kunden auch in anderen Bereichen. So etwa in der Logistik. Das Innovationsmanagement im Bereich Logistik wird seit einigen Jahren schon sehr stark von der Digitalisierung beeinflusst. Kein Wunder, so bringt doch die digitale Logistik mehr Transparenz und erhebliche Steigerungen in der Geschwindigkeit. Gerade im Zuge des wachsenden E-Commerce geht es auch nicht ohne. Man stelle sich vor, man ist jederzeit und überall in der Lage, einen Artikel zu bestellen, die Lieferung aber ist kompliziert und langwierig. Das ist, als würde der Motor blockieren.

Der höhere Grad der Vernetzung und die steigende Automatisierung sind ein Muss für die moderne Logistik. Ganz zu schweigen von fahrerlosen Transportsystemen, die den Motor in der Logistik 4.0 auch am Laufen halten. Ebenso wie die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. Beispielsweise unterstützen Maschinen die Menschen bei körperlich belastenden Arbeiten. Beim Heben schwerer Lasten etwa. Eine weitere Innovation, die ohne die Digitalisierung nicht möglich wäre. So scheint auch bei BMW das Innovationsmanagement ganz klar auf dem digitalen Trip zu sein. Im Werk in Dingolfing hilft nämlich der Leichtbauroboter „KUKA LBR iiwa“ bei speziellen ergonomischen Montagearbeiten.

Digitalisierung als Erfolgsfaktor für das Innovationsmanagement

Wer sich im Bereich Innovationsmanagement austoben will, braucht also ein Informatik-Studium? Nein, er sollte nur unbedingt offen für die Digitalisierung sein und keine Angst vor Geschwindigkeit haben. Dank der Digitalisierung ist nämlich viel mehr möglich, als man sich manchmal träumen lassen kann. Dies betrifft aber nicht bloß große Konzerne oder pfiffige Startups.

In einer Studie „Geschäftsmodelle für die Industrie 4.0“ die im Auftrag der Baden-Württemberg Stiftung gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO durchgeführt wurde, zeigt sich, dass nicht nur große Firmen von der Digitalisierung profitieren. Die Studie beweist anhand einiger dargestellter Erfolgsbeispiele, dass auch kleinere und mittelständische Unternehmen von digitalisierten Vorgehensweisen profitieren können. Auch hier ist die digitale Technik oft ein Motor, der das Überleben einer Firma sichert. Dabei sind sowohl das Innovationsmanagement, die Festigung, als auch die Umsetzung maßgeblich von digitalen Umständen abhängig. Unternehmen, die Prozesse digitalisieren, können effektiver arbeiten, Innovationen vorantreiben und ihre Kunden begeistern. Zum Beispiel durch eine schnellere Verarbeitung ihrer Wünsche und eine verbesserte Logistik.

Der Wert der Digitalisierung für die Zukunft vieler Unternehmen ist daher wahrscheinlich kaum zu bemessen.

 

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