Internet of Everything – Wenn Science-Fiction zur Realität wird

Durch die voranschreitende Digitalisierung wird unser Leben mehr und mehr vernetzt, weshalb der Begriff des Internet of Everything das Internet of Things ablösen wird. Immer weitere Lebensbereiche werden schließlich miteinander verknüpft. Mit erheblichen Folgen, nicht nur für den Menschen und seine Art zu leben, zu arbeiten und zu kommunizieren. Die Kommunikation mit „Dingen“ wird durch die weiter entwickelte Künstliche Intelligenz zum Alltag.

Smarte Geräte erobern nicht nur den Haushalt, sondern sind bereits in Krankenhäusern oder in Prozessen der Produktion zu finden. Was in Filmen wie „Blade Runner“ oder „Demolition Man“ noch zum Lächeln und Staunen anregte, wird bald zur Realität. Wir sprechen mit Maschinen, als wären es Freunde, Kollegen oder Dienstleister. Die Vorteile der Maschinen ist dabei, dass sie unheimlich viel Wissen anreichern können. Ihre Fähigkeit, Informationen zu verwerten, ist gigantisch. Kein Wunder, ist ihr Hirn doch nichts weniger, als eine Cloud. Und ihre Synapsen sind je nach Programmierung mit anderen Clouds und Maschinen connected. Auf diese Weise funktioniert der Austausch von Daten und Informationen in Bruchteilen von Sekunden. Kein Science Fiction, sondern heute bereits in einigen Bereichen die Realität.

Ein Netzwerk aus Mensch und Maschine

Die technische Evolution schreitet im Vergleich zur biologischen Evolution mit Lichtgeschwindigkeit voran. Keine Frage, es stecken ja auch eine Menge kluger Köpfe hinter der Entwicklung. Vor etwa 70 Jahren erst erfand der geniale Mathematiker Alan Turing seine berühmte Turing-Maschine. Dieser Rechenapparat, der damals noch die Größe eines Kleinwagens besaß, gilt als theoretischer Vorläufer unseres Computers. Wie gesagt, das ist gerade ein paar Jahrzehnte her. Und heute gibt es bereits minimal kleine Rechner, die unseren Küchengeräten, Uhren oder gar Kleidungsstücken eine Künstliche Intelligenz verleihen. Mehr noch umgibt uns inzwischen ein Netzwerk von smarten Devices, die „mitdenken“ und uns nicht nur den Alltag erleichtern, sondern mitunter das Leben retten können.

So besitzt das IoE etwa auch das Potenzial, unser Gesundheitswesen zu revolutionieren. Aufgrund der Vernetzung der medizinischen Geräte, der Laborinstrumente und Messgeräte mit den Ärzten ist es möglich, eine schnellere Diagnose zu stellen. Der Patient erfährt also dank der Connected Devices innerhalb medizinischer Einrichtungen eine bessere Behandlung. Das kann mitunter lebensverlängernd sein. Was im Bereich der Medizin im Kleinen deutlich wird, ist vor allem das eine: das Internet of Everything beinhaltet ein Zusammenspiel zwischen den Connected Devices, Künstlicher Intelligenz und Personen. Ein Netzwerk aus Mensch und Maschine ist dabei entstanden. Mit gleichberechtigten Partnern an allen Enden des Netzwerkes. In einigen Jahren kann dieses Netzwerk nahezu alle Bereiche unseres Alltags erfassen. Wie das aussehen wird?

Zum Artikel Internet of Everything: Zwei Personen arbeiten an der Technik eines humanoiden Roboters

Das Internet of Everything beinhaltet ein Zusammenspiel zwischen den Connected Devices, Künstlicher Intelligenz und Personen.

Willkommen in der Zukunft!

Wir fahren mit vernetzten Autos durch unsere Städte. Nein, wir fahren nicht, wir lassen fahren. Derweil vermeldet das Smartphone, dass unser Blutdruck auf einem guten Weg ist. Die Laborwerte sind auch ausgewertet. Unser neu angepasstes Medikament wurde gleich selbstständig bestellt. Es wird von einer autonom fliegenden Drohne geliefert. Derweil unterhalten wir uns im Auto sitzend mit unserem Shopping Chatbot. Zu Hause angekommen genießen wir neue Einkaufserlebnisse durch die Virtual Reality Brille. Wir sagen, was wir möchten, die Lieferung erfolgt so automatisch wie die Laborergebnisse zu einer neuen Apothekenbestellung führen. Alles ist schließlich miteinander verbunden. Alles ist mit Sensoren ausgestattet, die ständig messen, auswerten und Informationen weiterleiten oder austauschen.

Eine Art der Zeit und Energieersparnis, die dem Menschen genügend Raum lässt, um sich weiteren Innovationen zu widmen. Eine erhöhte Produktivität in den Fabriken, die dank genauer Messungen und der Reaktion in Echtzeit der Maschine gelingt. Und beim Thema Energie kann auch die Umwelt ein Wörtchen mitreden. Die allumfassende Sensorik und die Künstliche Intelligenz unseres Smart Homes sorgen schließlich auch für eine höhere Energieeffizienz, was die Umwelt schont. Das Gleiche gilt für die Smart Factories und die intelligenten Städte, in denen die smarten Mülltonnen die optimale Route für die Müllabfuhr planen. Alles ganz schön clever, nicht wahr? Und Kostengünstig ist es auch. Bereits im Jahr 2013 stellte CISCO in einer Studie fest, dass die Nutzung des Internet of Everything (IoE) zu einer Kostensenkung in der Ressourcennutzung von 2,5 Bio. USD sorgt. Das wirtschaftliche Potential läge bei 14,4 Billionen USD.

Reicht uns das Internet der Dinge denn nicht eigentlich?

Das Internet der Dinge hat viele Bereiche revolutioniert. Das Internet of Everything aber bietet mehr Nutzen für uns und unsere Gesellschaft. Es geht viel weiter in die Tiefe und in die Breite als das Internet der Dinge. Es bezieht sich auf Geräte und Produkte, die mit dem Internet verbunden sind und damit einen smarten Charakter bekommen. Mehr noch kann man das Internet von Allem als eine Art Ideologie der Nützlichkeit bezeichnen, in der sich Mensch und Maschine miteinander verbinden. Ziel ist es, die Zukunft intelligenter und effizienter zu gestalten. Zum Wohle von Mensch und Umwelt natürlich.

Sicher gibt es auch noch einige Bedenken und Pferdefüße. Anstatt mit dem erhobenen Zeigefinger zu unken, sollte man aber lieber darüber nachdenken, wie die Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen sind. Aufzuhalten ist die Evolution der Technik ohnehin nicht. Maschinen werden intelligenter, weil sie mehr Zugriff auf Daten und erweiterte Netzwerkmöglichkeiten haben. Derzeit gibt es ja bereits einige Internet of Everything-Anwendungen, bei denen es etwa um digitale Sensorwerkzeuge oder um intelligente Maschinen geht.

Weil das Internet of Everything funktioniert, wird es weiterentwickelt

Vor allem, wenn es letztendlich für Kostenersparnis sorgt. Natürlich sieht die Konkurrenz dementsprechend zu, dass sie in Sachen Modernisierung nachzieht. Gerade in großen Konzernen wird das unerlässlich. Weitere Vernetzungen ermöglichen schließlich auch ein Voranbringen des globalen Wachstums. Das ganze Internet of Everything wird dadurch zu einem Schneeballsystem, an dessen Ende eben das große Netzwerk steht. Warum also nicht mit der Zeit gehen und die Vorteile nutzen?

Beim Stichwort „Smart Home“ erfreuen sich ja auch schon eine ganze Menge Menschen. Das Licht, das sich abschaltet, wenn jemand ins Bett geht, will man ja auch nicht mehr missen. Intelligente Haussteuerung eben. In vielen Haushalten heute keine Seltenheit mehr. So stehen Computer, Smartphones, Unterhaltungselektronik oder Haushaltsgeräte also längst für die Verbreitung des Internet of Things. Doch dies ist eben nur ein weiterer Abschnitt. Im Internet of Everything werden schließlich Daten, Menschen und smarte Maschinen miteinander verbunden.