Gesundheit
Der Schrank kennt seinen Bestand
Implify macht aus dem Konsignationslager in der Zahnarztpraxis ein System, das seinen Bestand selbst erkennt.
Projekt / Kunde
Die Implify GmbH aus Frankfurt am Main ist 2020 aus einem Projekt der Frankfurt School hervorgegangen. Der Start war eine Beschaffungsplattform für Dentalimplantate.
Heute ist Implify ein Full-Service-Anbieter für RFID-Projekte mit eigener Hardware und der Cloud-Software „Implify Connect“. Seit 2021 ist IOX Entwicklungspartner für die Geräte und das Backend.
Die Situation
Das Konsignationslager stand beim Kunden, gehörte aber dem Lieferanten. Das war für die Praxis bequem und für den Hersteller ein blinder Fleck.
Die Erfassung lief wie seit Jahrzehnten. Es wurde gezählt, notiert und gemeldet. Die Zahlen stimmten nicht immer.
Für Implify war das keine Frage der Bequemlichkeit, sondern die Kernfrage des Geschäftsmodells. Ohne automatische Erfassung gibt es keine automatische Nachbestellung. Die Technik im Schrank konnte im Haus niemand verantworten: Funk, Leseverhalten, Antennen, Geräteelektronik.
Die entscheidende Frage
Was muss ein Schrank können, damit sein Inhalt zuverlässig zu einer Bestellung wird?
Der Schrank liest Tags und erzeugt zunächst nur Daten. Erst wenn Zugang und Abgang klar definiert sind und der Meldebestand feststeht, wird daraus eine Bestellung.
Was wir gebaut haben
PRODUKT: RFID-Schrank in zwei Varianten, Box und Rollcontainer. Beim Schließen der Tür liest er jede Packung, auch die hinterste.
SYSTEM: Cloud-Backend mit Servern in Deutschland. Es erkennt Entnahmen, löst bei Meldebestand die Bestellung aus und ist an die Warenwirtschaft angebunden.
TEAM: Start mit einem Workshop, einen Monat später der Entwicklungsauftrag. Nach Aufbau und Betrieb hat Implify das System selbst übernommen. IOX bleibt Entwicklungspartner und begleitet technische Fragen.
Das Resultat
Implify Connect ist am Markt, als RFID-Bestandsverwaltung in zwei Gerätevarianten: Box und Rollcontainer. Beide sind über Funk einsatzbereit, ganz ohne Installationsprojekt.
Die Bestandsführung ist zuverlässiger geworden. Der Bestand wird nicht mehr gezählt, sondern gelesen. Die Nachbestellung läuft ohne Zutun der Praxis.
Aus der Dentallösung wurde ein Angebot für mehrere Branchen. Implify hat seine Lösung 2024 über die Dentalbranche hinaus geöffnet und bietet sie heute auch für Gesundheitswesen, Pharma und Logistik an.
12 Mio. €
automatisiertes Bestellvolumen, nach Angaben von Implify
bis zu 95 %
Zeitersparnis im Konsignationslager, nach Angaben von Implify
rund 2.000
Praxen und Labore auf der Plattform, nach Angaben von Implify