Produktdigitalisierung ist in Zeiten des Internet of Things (IoT) notwendig für die meisten Unternehmen. Zumindest, wenn sie den Anschluss an den Kunden nicht verpassen wollen.

Smart Products helfen Unternehmen nämlich dabei, ihre Angebote auf die Wünsche des Kunden zuzuschneiden. Dabei kann es um zusätzlichen Service, um die Informationsgewinnung während des Fertigungsprozesses oder um eine individuell gestaltete Produktrange gehen.

Produktdigitalisierung ist in Zeiten des Internet der Dinge in vielen Unternehmen notwendig: Zwei Frauen stehen an einem Tisch mit Laptop und Gerät

Gerade im Mittelstand setzt man hierbei eben auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. So wurden für eine aktuelle Studie 100 mittelständische Firmen aus der Fertigungsindustrie zu diesem Thema befragt. Dabei kam heraus, dass 61 Prozent der Befragten glauben, dass neue Technologien für Prozessoptimierungen sorgen werden.

Außerdem gaben 36 Prozent der Unternehmen an, im Zuge der Digitalisierung ihre Geschäftsmodelle zu überdenken und an entsprechenden Produkten oder Serviceleistungen zu arbeiten.

Unternehmen, die mit ihrer digitalen Transformation noch nicht ganz so weit fortgeschritten sind, sollten sich nicht von vermeintlich hohen Kosten oder langwierigen und umständlichen Prozessen abschrecken lassen. Digitalisierung ist vielleicht weniger kompliziert, als viele denken. Zumindest, wenn man sich über die Basics dieses Vorgangs im Klaren ist.

1. Was bedeutet Produktdigitalisierung für mein Unternehmen?

Smart Products sind sehr gesprächige Produkte, die den Hersteller mit vielen wichtigen Informationen versorgen. Dabei kann es sich zum einen um Daten handeln, die während des eigenen Herstellungsprozesses generiert werden. Das heißt, es werden während der Fertigung aktuelle Daten in Echtzeit weitergegeben, um den Prozess zu optimieren.

Des Weiteren sorgt die Produktdigitalisierung dafür, dass Hersteller auch Daten aus der Nutzungsphase sammeln können. Und gerade die verschaffen einen immensen Vorteil.

2. Was soll den Kern meiner Produktdigitalisierung ausmachen?

Die Schaffung smarter Produkte, die einen höheren Servicestandard bieten und damit dem Kunden zu einer Steigerung der Wertschöpfung verhelfen, ist ein Must-have für den modernen Mittelstand. Die Digitalisierung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios sorgt dafür, dass man zukunftsfähig bleibt und sich innerhalb der Konkurrenz behaupten kann.

Durch die digitale Transformation meiner Produkte erhalte ich als Unternehmen die Chance, meinem Kunden einen einmaligen Mehrwert zu bieten. Der Mehrwert liegt in einem umfassenden Service-Angebot, das weit über jede Möglichkeit des bisherigen analog verbundenen Services hinausgeht.

Dabei haben sogar beide Seiten etwas davon. Denn schließlich sorgt die Produktdigitalisierung auch dafür, dass ich mit meinem Kunden connected bleibe.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Maschinenbauer erhält ein Smart Produkt in Form einer Metallpresse für die Fertigung. Der Hersteller der Presse sorgt durch die Digitalisierung der Kundeninteraktion dafür, dass die Presse im Zuge des Predictive Maintenance selbstständig gewartet wird und der zuständige Mitarbeiter digital informiert wird, wenn ein Problem im Anmarsch ist.

3. Welchen Vorteil biete ich mit meinem Smart Product an?

Eigenständigkeit – Genau das ist der Punkt, der zu den wichtigsten Faktoren der Produktdigitalisierung zählt: Smart Products werden mit Sensoren ausgestattet, um wichtige Daten zu sammeln, zu analysieren, zu versenden und zu empfangen.

Auf diese Weise bekommt der Kunde ein Produkt, das gewisse Aufgaben selbstständig abwickeln, sich autonom updaten und Prozesse anhaltend optimieren kann. Dabei kann das zu effektiveren Produktionen, gesenkten Kosten oder sichereren Arbeitsbedingungen führen.

Lauter Vorteile, die das Smart Product zum Selbstläufer machen. Wenn ich als Unternehmen nun also darüber nachdenke, wie die Produktdigitalisierung meinem Kunden hilft, schaue ich mir vielleicht die Nutzung des Produktes an.

Zusätzliche Service-Dienstleistungen (Value added services) können ja zum Beispiel auch darin bestehen, dass der Kunde die Daten aus den Produkten selbst generieren und die digitalen Vorteile autark für sich nutzen kann.

Ein Beispiel hierzu bietet Novoferm. Das mittelständische Unternehmen bietet Automatikantriebe für Garagen- und Grundstückstore. Im Zuge einer innovativen Produktdigitalisierung hat man die Tore nun smart gemacht.

Das bedeutet, dass sie sich über die Cloud fernsteuern lassen. Mit Hilfe eines Funkmoduls werden Daten zum Status oder der Torstellung respektive der Öffnungsweite an die Cloud-Plattform gesendet. Der Kunde kann das Tor nun via App steuern und über ein entsprechendes Monitoring-System überwachen.

4. Wie sorge ich für eine größtmögliche Digital Customer Experience

Auf schnellen und unkomplizierten Wegen natürlich. Wenn man seinem Kunden ein positives digitales Erlebnis bietet, ist nicht nur das Gerät, das der Kunde über App bedienen kann, ein Vorteil. So kann ich als Unternehmen auch prüfen, inwieweit die Produktdigitalisierung dafür sorgt, dass der Kunde in die Wertschöpfungsprozesse eingebunden wird.

So gaben in einer Studie fast 40 Prozent der mittelständischen Unternehmen, die im Bereich Produktdigitalisierung führend sind, an, dass eine schnelle und kontextbezogene Reaktion auf Kunden über den Servicekanal für sie entscheidend ist. Sehr zum Wohle ihrer Käufer.

Fassen wir zusammen, wie Unternehmen Kunden glücklich machen:

  • Das Smart Product ist mit Sensoren ausgestattet und vernetzt, sodass es wichtige Daten zur Wartung sendet.
  • Das Produkt lässt sich einfach per App überwachen oder steuern.
  • Als Hersteller oder Service-Dienstleister habe ich die Daten zur Wartung automatisch im Blick.
  • Die Konnektivität und die Daten des Kunden nutze ich, um seine individuellen Anforderungen zu erkennen und darauf einzugehen.  Auch bei der Entwicklung weiterer Produkte.

5. Analyse und Nutzung der Smart Products

Was hat mir die Produktdigitalisierung gebracht? Die Analyse der Produktdigitalisierung muss dazu genutzt werden, die Höhe des Nutzens zu evaluieren. Aber auch, um neue Geschäftsmodelle daraus zu entwickeln. Oder eventuell Geschäftsmodelle miteinander zu kombinieren und Synergieeffekte zu bilden.

Vielleicht führe ich sogar eine Befragung bei meinen Kunden durch, wenn sich die Erfolge nicht gleich in den Zahlen bemerkbar machen. Hierbei kann ich prüfen, welche neuen Geschäftsmodelle oder Smart Products sich etablieren werden und welche noch ausgebaut oder nachgebessert werden müssen.

Fazit

Produktdigitalisierung hilft mittelständischen Unternehmen dabei, eine wichtige Verbindung zum Kunden aufzubauen und eigene Prozesse oder bestehende Geschäftsmodelle zu optimieren. Oder eben zu erweitern. Die digitale Transformation vorantreiben und die Customer Experience zu erhöhen, sollte dabei an oberster Stelle stehen. Genau dazu aber braucht es das Wissen darum, worum es dem Kunden geht. Die über das Smart Product generierten Daten helfen dabei, die richtigen Schlüsse zu ziehen. 

Dazu ist es wichtig, in neue und intelligente Technologien zu investieren. Dienstleistungen oder Produkte müssen also entsprechend angepasst werden. Und zwar ohne Scheu. Falls man sich aber unsicher ist, ob das nötige Know How in den eigenen Reihen ausreichend ist, lohnt es sich vielleicht auch, eine entspreche Beraterfirma einzuschalten.


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Robert Jänisch,
CEO @ IOX

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