Das IoT ist für die Lebensmittelindustrie eine Komponente, die für mehr Effizienz sorgt. Doch es gibt noch einen anderen Faktor, der weitaus wichtiger ist. So kann die Implementierung von smarten Techniken das Risiko von Krankheiten durch verunreinigte Lebensmittel, etwa durch Keime, erheblich verringern.

Mit Hilfe von Sensoren und Künstlicher Intelligenz (KI) werden hochkomplexe Vorgänge nämlich erst transparent. Manche lassen sich dadurch auch in Echtzeit steuern respektive sie lassen sich anpassen, wenn es nötig ist. Deshalb sind IoT Technologien geradezu ideal für anspruchsvolle Herstellungsabläufe wie sie in der Lebensmittelindustrie vorkommen.

Smart und automatisiert, wer sich hier noch sträubt, der sollte sich klar darüber sein, was er dabei verspielt. Denn schließlich steht die Lebensmittelindustrie 4.0 für eine Produktion, bei der Produktionsanlagen und Systeme miteinander vernetzt sind und dadurch in vielen Bereichen autark laufen. Das wiederum hat zur Folge, dass ich die Fertigung  günstiger, flexibler und effizienter gestalten kann. Als Sahnehäubchen kann ich außerdem auf ein Höchstmaß an Sicherheit setzen.

Zum Artikel IoT in der Lebensmittelindustrie: Industrietanks

Was die Lebensmittelindustrie problematisch macht

In der jüngeren Vergangenheit haben sich die Interessen der Verbraucher gründlich geändert. Oder anders ausgedrückt: Der Verbraucher verändert sein Verhältnis zu Lebensmitteln und Getränken.

Dazu gehört zum Beispiel das wachsende Bewusstsein für mehr Klimaschutz. Unternehmen, die mit einer klimafreundlichen Produktion werben können, sind klar im Vorteil. Auch Unternehmen der Lebensmittelindustrie. Recycling, weniger Plastik, ein kleinerer CO2-Fußabbdruck. Das alles sind Faktoren, die man etwa durch den Einsatz von IoT Technologie in den Griff kriegen könnte und sollte.

Darüber hinaus ist die Lebensmittelindustrie seit der weltweiten Corona Pandemie deutlicher in den Fokus gerückt. Der Konsument fordert mehr Transparenz.

Ein dritter Punkt ist die Rückverfolgbarkeit. Ohne den Einsatz von IoT ist eine vollständige Rückverfolgbarkeit nicht umsetzbar. Und da auch hier das Interesse an Inhaltsstoffen und deren Herkunft gewachsen ist, ist dieser Punkt immens wichtig in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie.

Gerade in Zeiten, in denen das Misstrauen der Verbraucher groß ist, kann ein vollständiges Datensatzmanagement wieder für mehr Vertrauen sorgen. Die Kennzeichnung von Inhaltsstoffen ist schließlich ein wichtiger Teil des Verpackungsprozesses geworden. Daher hat sich die End-to-End-Rückverfolgbarkeit eben auch als unabdingbar erwiesen. 

IoT sorgt für Lösungen

Das IoT steht in der Lebensmittelindustrie für hinreichende Lösungsansätze für die genannten Probleme. Transparenz, Rückverfolgbarkeit, Sicherheit und eine effizientere und damit meist auch umweltfreundlichere Produktion sind die Folgen der Digitalisierung.

Die Möglichkeiten der Datennutzung und des Einsatzes von Machine Learning hilft Lebensmittelherstellern, deren Anlagenbauern und auch deren Zulieferern, den Verbrauchern sichere Produkte bei maximaler Transparenz zu verkaufen. Was im Allgemeinen als Industrie 4.0 bekannt ist, zeigt sich heruntergebrochen auf die Lebensmittelindustrie 4.0, was es bedeutet, ganze Fertigungsprozesse der digitalen Revolution zu unterwerfen.

Wegen der großen Bedeutung von Sicherheit ist das vielleicht in der Lebensmittelindustrie, in der eben auch verderbliche Materialien verarbeitet werden, noch wichtiger als in anderen Segmenten. Schließlich kommt es bei dieser anspruchsvollen Branche darauf an, punktgenau zu arbeiten.

Punktgenaue Produktionsüberwachung durch IoT

In der smarten Lebensmittelindustrie werden im Idealfall verschiedene Arten von Sensoren verwendet, um den aktuellen Produktionszustand mitsamt allen Teilprozessen, die Lieferzeit oder eben einzelne Faktoren wie die Temperatur zu überwachen.

Gerade wenn es um die Sicherheit geht, hat die Einhaltung der Kühlkette absolute Priorität. Rückrufaktionen oder schlimmer noch Krankheitsfälle durch Lebensmittel, die es in der Vergangenheit immer wieder gab – etwa durch die Belastung von Salmonellen und anderen Keimen – sollten damit der Vergangenheit angehören.

Durch die Verwendung von Temperatursensoren in Echtzeit kann ich die Lebensmittelsicherheit durch ein effektives Kühlkettenmanagement sicherstellen. Darüber hinaus kann ich durch den Einsatz von IoT die Lieferkette auch in allen anderen Bereichern sichern. Vom Beginn der Produktion bis hin zur sicheren Auslieferung an den Handel. Sichere Messwerte helfen mir dabei, beispielsweise wenn es um Temperaturen geht, um die Messung von Feuchtigkeit, von Flüssigkeitsmengen, Säuregehalt etc.



Zum Beitrag "IoT in der Lebensmittelindustrie": Infografik zur Überwachung der Kühlkette mittels Sensoren

Transparenz geht vor

Ein Beispiel aus der Praxis: Wie bereits erwähnt, möchte der Verbraucher gerne wissen, wo seine Lebensmittel herstammen. Diesem Wunsch entspricht der Walmart Konzern nun auf besondere Weise.

Um in den immer globaler werdenden Märkten weiterhin für Transparenz zu sorgen, müssen die Lieferanten, die mit Walmart zusammenarbeiten, nun erhebliche Datenmengen sammeln und vorweisen. Ohne IoT läuft da also nichts mehr.



Die Daten müssen zeigen, woher die Lebensmittel stammen und wie sie angebaut wurden, um eine vollständige Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln zu gewährleisten. IoT Technologie sorgt dafür, dass ich diese notwendige Datenerfassung effektiv automatisieren kann. So kann ich als Hersteller und Lieferant nachweisen, woher die Produkte stammen. Zusätzlich weiß ich, wie sie transportiert wurden und welchen Umgebungsbedingungen sie ausgesetzt waren. Infolgedessen können auch Käufer nachvollziehen, dass ihre Lebensmittel sicher sind.

Fertigung und Lagerung mit IoT unterstützen

IoT verbundene Sensoren sorgen also für Transparenz.

Folgerichtig tragen sie dazu bei, Echtzeitanalysen für eine sichere Produktion zu fahren. Wenn Sensoren etwa den Feuchtigkeitsgehalt, die Konsistenz von Inhaltstoffen oder die Temperatur dauerhaft prüfen.

Darüber hinaus können spezifische Bausteine wie etwa der Proteingehalt oder die Dichte gemessen werden und ebenfalls für eine Angleichung innerhalb der Produktion sorgen. Das wiederum ermöglicht eine qualitative Optimierung und die Möglichkeit, die Qualitätsstandards auf einem exakten Level zu halten.

Die Daten lügen schließlich nicht. Sie geben mir Auskunft über den Ist-Zustand und ermöglichen mir die Echtzeitoptimierung der Produktionsprozesse.  

So kann ich während des gesamten Herstellungsverfahrens  aussagekräftige und konsistente Daten extrahieren, um höchste Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit umzusetzen.

Das ist nicht nur für meine eigenen Ansprüche wichtig. Schließlich gibt es auch Vorschriften. Daher kann mir die Datentransparenz auch helfen, Checklisten für die automatisierte Gefahrenanalyse und kritische Kontrollpunkte (HACCP) zu erfüllen. Darüber hinaus kann ich mit der Hilfe von IoT eine sichere Lieferkette auf globaler Ebene unterstützen. Schließlich geht es nicht nur um die eigene Fertigung oder die Lagerung in den eigenen Hallen.

Logistik mit voller Transparenz der Lieferkette

IoT findet ja auch in der Logistik viele Einsatzbereiche. Seit Jahren schon profitiert die Transportbranche von der gestiegenen Transparenz. So kann ich die Vertriebskette während des gesamten Lager- und Versandkurses mit Hilfe von RFID-Chips und GPS-Systemen überwachen.

Das hilft mir schließlich auch innerhalb der Lebensmittelversorgungskette. Denn dabei kann ich mit IoT Technik für mehr Sicherheit der Lebensmittel sorgen. Ferner kann ich dank der smarten Sensoren nämlich auch unterwegs konstante Bedingungen schaffen.

Mit unserer 360° Betrachtung helfen wir dir dabei, Ende-zu-Ende Lösungen zu entwickeln und sie nahtlos in bestehende Infrastrukturen zu integrieren:

Robert Jänisch,
CEO @ IOX

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