IoT-Lösungen selbst implementieren oder einkaufen? Das ist oft die Gretchenfrage in der Welt des Internet of Things. Und wie so oft ist die Antwort auf diese Frage nicht ganz eindeutig. 

Sicher dagegen ist die Bedeutung, die IoT-Lösungen für Unternehmen haben. Smarte Technologien mischen in der Industrie 4.0 nicht nur mit. Sie sind maßgeblich an der Gestaltung beteiligt.

Die Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Produkten, die Informationen in Clouds speichern, um sie für die Optimierung von Prozessen zu nutzen, nimmt weiter zu. Und sollte es auch. Schließlich sorgt die digitale Transformation für mehr Effektivität, spart Geld und fördert eine klimaschonendere Herstellung. Etwa durch das Einsparen von Strom und Ressourcen durch eine zielgenaue Nutzung.

Auch eine effektive Logistik ist dank der digitalen Transformation möglich. Und eben auch Zeit und kostensparende Verfahren wie etwas das Predictive Maintenance sorgen beim Smarten Manufacturing für Vorteile. IoT-Lösungen werden in Zukunft damit unverzichtbar für viele Branchen.

Zum Artikel IoT-Lösungen implementieren: Make it or buy it?: Nahaufnahme Bandbreiten Computerverbindung

Wie implementiere ich IoT-Lösungen im Unternehmen?

Die deutschen Industrie- und Fertigungsunternehmen investieren aufgrund der immensen Vorteile immer stärker in digitale Fabriken, die IoT-Lösungen beinhalten. Wie aber gehe ich die Digitale Transformation am besten an? Wie sorge ich für den Aufbau eines IoT-Systems für eine smarte Fertigung? Oder für die Implementierung eines digitalen Zwillings zur Wartung meiner Anlagen? Make it or buy it?

Als Unternehmen habe ich zum Beispiel die Möglichkeit, vorgefertigte Vorlagen, die eine Implementierung beschleunigen, zu nutzen. So bieten sich Serverplattformstrategien wie Azure, AWS, Vodafone oder die Telekom als Anbieters von Cloud-basierten Systemen mit zusätzlichem Nutzen an. 

In Sachen Konnektivität kann man durch solche Dienste schon mal für smarte Maschinen sorgen, deren Daten für die smarte Wartung gesammelt und verarbeitet werden.

Ebenso gibt es fertige IoT-Lösungen für Schnittstellen für die industrielle Automatisierung, die man adaptieren kann. Also kann man rein theoretisch selbst für die IoT-Lösungen sorgen?

Selbst implementieren  – Spart das Zeit?

IoT-Lösungen wollen zügig implementiert werden. Schließlich will man als Unternehmen nicht lange auf die Vorteile warten. Wenn ich genau weiß, was ich will und das nötige Know-How im Unternehmen habe, kann ich mit vorhandenen Standards auf angebotenen IoT Plattformen und Ready-to-Use-Funktionen ja auch schon einiges umsetzen.



Möchte ich jedoch spezifische Anwendungen umsetzen, reichen fertige Pakete in der Regel nicht aus. Gerade das ist oft die Krux an der Sache.  Smarte Lösungen wollen mitunter eben auch genau angepasst sein, damit sie effektiv sind.

Sinnvoll sind Standards außerdem auch nur dann, wenn das nötige Grundwissen vorhanden ist. Und wenn das Projekt nicht zu spezifisch sein soll. Dann kann man mit etablierten IoT-Plattformen in jedem Fall Zeit einsparen. Folgendes sollte dabei beachtet werden:

  • Die standardisierte Plattform sollte in jedem Fall um zusätzliche Funktionen erweiterbar sein.
  • Eingesetzte Plattformen sollten skalierbar sein.
  • Eine grundlegende Architektur des geplanten Projektes sollte von Beginn an gut durchdacht sein.
  • Bei fehlender Expertise sollten Mitarbeiter unbedingt vor Beginn des Projekts geschult werden.

Welche Nachteile haben Standards?

Die fehlende Expertise kann immer dazu führen, dass sich das Implementieren der benötigten IoT-Lösungen hinzieht. Im schlimmsten Fall aber führt es zu einem unbefriedigenden Ergebnis. Was wiederum dazu führt, dass die getane Arbeit umsonst war. Dann beginnt man mitunter von vorne mit der digitalen Transformation.

Besonders kritisch ist der Einsatz von standardisierten Lösungen zu sehen, wenn es sich um ein besonders komplexes oder eben sehr spezialisiertes IoT-Produkt handelt.

Dann ist es besser, eine eigene IoT-Plattform zu entwickeln, die an alle ausgefeilten Vorhaben und Gegebenheiten angepasst ist. Nehmen wir zum Beispiel IoT-Lösungen, die mehrere Abteilungen betreffen. Also etwa eine Lösung, die von Sensoren, Geräten zur Datenerfassung bis hin zum Zusammenspiel mit spezifischen Unternehmensanwendungen reichen soll.

Die benötigte IoT-Lösung kann hierbei sehr komplexe Anforderungen aufweisen.  Mit Standards ist dem kaum beizukommen. Vor allem aber braucht es das Wissen von Experten, die sich mit nichts anderem als mit dem Erstellen von IoT-Lösungen befassen. Eine enge Abstimmung von externem Profi und den einzelnen Abteilungen führt dabei eben zum besseren Ergebnis. Daher ist wohl ratsam, auf erfahrene IoT-Dienstleister zuzugreifen.

IoT-Lösungen im gemischten Doppel einrichten

Wie beim Tennis gibt es auch hier eine weitere Variante des Spiels. Das gemischte Doppel (Mixed). Schließlich ist es auch möglich, eine Mischung aus Make it und Buy it einzusetzen. Einer Studie von Lufthansa Industry Solutions und Crisp Research, bei der deutsche Unternehmen danach befragt wurden, wie sie IoT-Plattformen und Projekte umsetzen, kam heraus, dass die meisten auf diese Mischung setzen.

Abhängig davon, in welcher Phase des Projekts man sich befindet, fallen die Eigenleistung und die Arbeit durch den IoT-Dienstleister unterschiedlich aus. Auf grundsätzliche Hilfe aber setzten die meisten. Nur 4 Prozent gaben an, das Projekt ganz allein in die Hand zu nehmen. Und 22 Prozent der Teilnehmenden gaben an, dass die Expertise von Externen unbedingt notwendig sei. Der Rest setzt offenbar auf den gekonnten Mix.

Keine halben Sachen: IoT-Lösungen sollten passen

Bei IoT-Lösungen ist natürlich oft eine gewisse Eile geboten. Zumindest sind smarte Transformationen nichts, was man gerne auf die lange Bank schiebt, wenn man im Wettbewerb mithalten will. Einer Studie des Fraunhofer Institutes nach seien Industriebetriebe mit digitalen Geschäftsmodellen nämlich vor allem eins: wettbewerbsfähiger.

Für die Studie konnten 1282 Unternehmen gewonnen werden. Dr. Christian Lerch, Mitautor der Studie und Leiter des Geschäftsfelds Industrieller Wandel und neue Geschäftsmodelle am Fraunhofer ISI, erklärte zur Studie:

„Digitale Geschäftsmodelle können in Zukunft durchaus zum Wettbewerbsfaktor für die Industrie werden, da sich mit ihnen nicht nur höhere Serviceumsätze erzielen lassen, sondern sie auch eine höhere Innovationsfähigkeit im Servicegeschäft mit sich bringen. Da sie auch die Produktivität entscheidend erhöhen, sollten Industriebetriebe beim Angebot neuer Geschäftsmodelle genau prüfen, inwieweit digitale Techniken zum Einsatz kommen können – denn ihr gezielter Einsatz gepaart mit einer klaren Kundenorientierung führt zu einem entscheidenden zukünftigen Wettbewerbsfaktor.“

Dr. Christian Lerch, Leiter des Geschäftsfelds Industrieller Wandel und neue Geschäftsmodelle am Fraunhofer ISI

Außerdem: Je schneller die IoT-Lösungen implementiert sind, desto stärker profitiert man von mehr Effektivität, Kostenersparnis, Sicherheit etc.

Will man die Optimierung von verschiedenen Abläufen vorantreiben, sollte man dennoch auf die spezifischen Anforderungen achten. Diese sollten oberste Priorität bei der Beantwortung der Frage „Make it or buy it?“ haben. Ansonsten dauert der Prozess der Implementierung vielleicht am Ende länger als gedacht. Die meisten IoT-Lösungen sollten daher nicht ohne die Hilfe oder wenigstens eine grundsätzliche Beratung von Experten angegangen werden.

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Robert Jänisch,
CEO @ IOX

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