Die richtige IoT-Plattform ist nötig, um die Potentiale der smarten Produkte voll auszuschöpfen. Das Internet der Dinge hat sich schließlich längst beim Kunden etabliert. Vom Smart Home über das Connected Car, die smarte Fabrik bis zur Smart City. Unser Alltag ist vernetzt. Und wenn die Ausbreitung der Netze dann auch hierzulande weiter Formen annimmt, etwa durch 5G, wird die Entwicklung rasant voranschreiten.

Kann das Auto mir den Ölstand per App mitteilen? Schickt mir der Kühlschrank die Einkaufsliste aufs Handy? Der Kunde hat sich daran gewöhnt, dass seine alltäglichen Devices mit dem Internet verbunden sind. Mehr noch wird er sich derart daran gewöhnen, dass er die Konnektivität seiner Geräte und Maschinen verlangt. Schließlich bietet es ja auch eine Menge Vorteile.

Eine gute IoT App ist das A und O bei neuen Produkten

IoT Apps sollten nicht allein auf der Idee basieren, dem Kunden einen Mehrwert zu bieten. Die App sollte bedienerfreundlich sein und alle Möglichkeiten, die eine Konnektivität bietet, ausschöpfen. Wenn wir beim Auto bleiben, bedeutet das zum Beispiel: Die App sollte nicht nur den Ölstand verraten, sondern auch selbstständig Meldung geben, wenn der Ölstand zu niedrig ist. Sie sollte melden, wenn der smarte Wagen Öl verliert oder die Ölpumpe defekt ist. Die App sollte die Möglichkeit bieten, die Werkstatt online zu kontaktieren und so weiter und so fort.

Funktionen und Inhalte zu entwickeln, die zum smarten Device einen echten Mehrwert schaffen, sind das Zünglein an der Waage, wenn es um die Kaufentscheidung des Kunden geht. Gute Apps sollten aber vor allem auch gut umgesetzt werden. So enthält eine gute App eine bedienerfreundliche Benutzeroberfläche und keine Elemente, die der App keinen Mehrwert verleihen. Sie ist leicht auf dem Smartphone oder dem Tablet zu installieren und übersichtlich. Eine solche App zu erstellen ist aber keine leichte Aufgabe. Hat man erst mal alle großartigen Idee für eine gelungene IoT App zusammengetragen, ergibt sich die größte Herausforderung: Welche IoT-Plattform bietet die passende Basis für meine App Entwicklung.

Zum Artikel IoT-Plattform für App Entwicklung: Cloud Netzwerk
Die Auswahl der geeigneten IoT-Plattform ist mitunter komplex. Sie sollte gut überlegt sein, um den Anforderungen des eigenen IoT-Projektes gerecht zu werden.

Apps auf der IoT-Plattform entwickeln

Die IoT-Plattform ist das Basislager für jede App Entwicklung. Egal wie umfangreich die App wird oder wie lange die Reise der App Entwicklung werden soll. Egal, wie hoch man mit seiner App hinaus will, ohne Basislager geht einem die Luft aus. Gerade für kleine oder mittelständische Unternehmen ist es aber oft sehr aufwendig, eine solche Basis zu errichten. IoT-Anwendungen und -Services  können daher auch auf einer bestehenden IoT-Plattform entwickelt werden. Dafür entscheiden sich laut einer Bitkom-Umfrage schließlich vier von zehn Unternehmen.  Dabei nutzen 27 der befragten Unternehmen die IoT-Plattform eines externen Providers. 16 Prozent nutzen eine selbst programmierte Basis. Die Auswahl der geeigneten Plattformen ist allerdings mitunter komplex. Sie sollte gut überlegt sein, um den Anforderungen des eigenen IoT Projektes gerecht zu werden.

IoT-Plattformen gibt es nämlich viele. Tendenz steigend. Laut einer Erhebung von IoT Analytics soll der Umsatz im Bereich der IoT-Plattformen im Jahr 2021 auf 1700 Millionen US-Dollar steigen. Diese immensen Zahlen lassen nur ahnen, wie weit die Range der möglichen Basislager für die eigene  App Entwicklung ist. Die Entscheidung, welche IoT-Plattform geeignet ist, sollte daher eine  gut überlegt sein. Zumal es verschiedene Arten gibt:

  • Plattformen mit Cloud-Service, zum Beispiel von Microsoft (Azure), Amazon (AWS) oder Google
  • Lösungen, bei denen man IoT-Komponenten mit anbinden kann
  • Plattformen für die Verwaltung von IoT-Geräten (Device-Management)
  • IoT-Plattformen mit Schwerpunkt auf der Datenanalyse
  • Angebote mit „Application Enablement“, durch die IoT-Anwendungen erstellt werden können

Predictive Maintenance mit der richtigen App

Die Zahl der verfügbaren IoT-Plattformen bewegt sich schon länger im dreistelligen Bereich. Wie man sich denken kann, gibt es dabei oft Unterschiede in der Nutzbarkeit und im Umfang dessen, zu was sie nützlich sind. Nehmen wir das Beispiel des Amazon Web Services (AWS). Hier erwartet mich als Kunde ein Infrastructure as a Service-Angebot, kurz IaaS. Das heißt, dass Amazon sowohl IT-Ressourcen als auch die nötige Rechenleistung, Storage oder Netzwerkkapazitäten zur Verfügung stellt. Diese dienen nun als Basis für Unternehmen, die daraus Lösungen für ihre Kunden entwickeln. Das gleiche gilt für Azure, den Dienst von Microsoft. Beide Plattformen werden zum Beispiel von Maschinenbauern genutzt, die ihren Kunden damit den besagten Mehrwert für ihre Anlagen bieten. Besonders häufig findet sich dabei zum Beispiel das Predictive Maintenance unter den Boni. Dabei melden die Apps dann, wann eine Maschine gewartet wird oder wenn es zu einer Auffälligkeit kommt.





Ebenfalls auf App Entwicklungen für die Industrie 4.0 ausgerichtet ist Axoom. Die Cloud-Plattform, die von Trumpf gegründet wurde, hat es sich auf die Fahne geschrieben „Maschinenherstellern sichere, einfache und skalierbare Wege anzubieten, wie sie ihre Maschinen im Feld smart machen können“, wie Geschäftsführer Tom Tischner erklärte. „Sobald die Maschinen Daten an die Axoom-Cloud senden, können wir helfen, digitale Angebote wie Apps zur Shopfloor-Steuerung anzubieten, die Servicequalität zu verbessern oder neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.“

Weitere große Anbieter sind außerdem Siemens, Adamos oder Bosch. Siemens liefert mit Mindsphere die Möglichkeit, weltweit verteilte Anlagen und Maschinen zu überwachen. Predictive Maintenance inklusive natürlich. Bosch wirbt vor allem damit, dass die IoT-Plattform eigene Softwaredienste bietet. Hierbei geht es vor allem um die Datenanalyse und das Gerätemanagement. Auch können Regeln für automatisierte Entscheidungen hinterlegt werden. Diese greifen zum Beispiel, wenn Maschinen Verschleißmuster aufweisen.



Oder doch eine eigene IoT-Plattform kreieren?

Um die Frage „Make it or Buy it?“ zu beantworten, sollte man alle individuellen Gegebenheiten betrachten. Will ich als Unternehmen beispielsweise eine spezifische Produktpalette, vom vernetzten Toaster bis zum smarten Geschirrspüler etwa, muss der IoT-Stack, also das gesamte Framework verschiedene Anforderungen erfüllen. Dabei geht es um Konnektivität, Kommunikation, die gesamte Produktinfrastruktur, individuelle Use Cases oder die Anforderungen an die Datensammlung.  Schließlich kann auch das Unternehmen selbst von der Datenauswertung profitieren. Um das eigene Basislager zu errichten, sollte ich daher folgende Punkte klären:

•          Welche spezifische Anforderungen habe ich an meine App?

•          Benötige ich reine Rechenpower und eine IT-Infrastruktur?

•          Brauche ich eine vollständigen IoT-Plattform samt App-Ökosystem?

•          Welche unterschiedlichen Einsatzszenarien gibt es?

•          Für welche Zielgruppe entwickle ich die App?

Am Ende aber ist es sicher eine Frage von Kompetenz und Budget. Beide Dinge sind bei der Entwicklung einer eigenen IoT-Plattform wohl auch von Belang.


Du möchtest mit unserem Team sprechen?

Experten-Chat

Was ist deine Meinung zum Artikel? Wir sind gespannt auf deine Gedanken. Melde dich für einen ganz entspannten Austausch mit einem unserer Fachexperten.

Discovery Call vereinbaren

Discovery Call

Wir möchten mehr über dich erfahren! Erzähl uns von deinen Herausforderungen und deinem Bedarf, um herauszufinden, wie IOX dir helfen kann.

30-Minuten Demo vereinbaren
Click to rate this post!
[Total: 0 Average: 0]