RFID-Tags für Gefahrgutbehälter sorgen für mehr Sicherheit. Nicht nur während des Transports machen sich die hilfreichen Mikro-Chips bezahlt. Auch das Lager profitiert davon. Und beide Bereiche sind nicht gerade unerheblich, wenn es um Gefahrgutbehälter geht.

Schließlich unterliegen sowohl die Lagerung als auch der Transport von gefährlichen Waren und Stoffen einem strengen Reglement. Internationale und nationale Gesetze geben zum Beispiel vor, welche Stoffe überhaupt gemeinsam gelagert und transportiert werden dürfen. Dazu kommen die Bestimmungen über die Art und Weise der Lagerung und des Transports. So sollen etwa Explosionen oder Gefährdungen durch austretende Gase gemindert werden. Natürlich betreffen die Regeln auch die Vorgaben hinsichtlich der Lagerdauer oder der Temperatur.

Trotz des sehr umfassenden Regelwerks  kam es in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder zu Unfällen. Oder einfach nur zu gefährlichen Situation, die durch Mängel beim Transport und der Lagerung von Gefahrgütern entstanden sind. Menschliches Versagen spielt dabei genauso eine Rolle, wie die gestiegenen Anforderungen an das heutige Supply Chain Management. Die wachsende Anzahl an Gefahrguttransporten, die weltweit übers Meer, über Straßen und Schienen gefahren werden, macht die Bedingungen nicht einfacher. RFID-Tags sollten daher in keiner Planung für eine sichere Gefahrgutbeförderung fehlen. Sie helfen dabei, die Vorschriften einzuhalten und sorgen für eine reibungslosen Transport und eine sichere Lagerung.

RFID-Tags an Gefahrgutbehältern, Zug mit Containern

Hochexplosive Gase an Bord?

Gefahrengutbehälter müssen permanent überwacht werden. Die Supply Chain darf zur keiner Zeit lückenhaft in der Nachverfolgung sein. Gefahrengüter können schließlich bei unsachgemäßer Behandlung die Sicherheit und das Leben von Menschen gefährden.  Hierzu zählen zum Beispiel Flüssigkeiten, die hochentzündlich oder ätzend sind. Oder nehmen wir den Transport von explosiven Gasen und Gasgemischen.

Die Nichteinhaltung der gesetzlichen Vorschriften für den Transport und die Lagerung dieser Stoffe kann mit Geldbußen im fünfstelligen Bereich oder im Extremfall sogar mit Freiheitsstrafen geahndet werden. Ganz davon abgesehen, dass jedem Transporteur wohl daran gelegen ist, die Gesundheit von Mitarbeitern nicht zu gefährden. Wie also kann ich dafür sorgen, dass die Lagerung und der Transport zu jeder Zeit ein hohes Maß an Sicherheit aufweisen. Welche Vorteile bringt es nun also, die Behälter, mit denen ich die Gefahrgüter transportiere, mit RFID-Tags auszustatten? Eine ganze Menge.

Vorteil Nr. 1: RFID-Tags sorgen für einen schnellen Überblick im Lager

RFID-Tags helfen dabei, Dinge auf die Distanz hin zu orten und zu verwalten, die mobil und nicht mit dem Internet verbunden sind.  Was das Geheimnis der kleinen Chips ist? Die Radio Frequency Identification funktioniert als eine Art kontaktlose Kommunikation. Das heißt, dass die Container, die mit RFID-Tags ausgestattet werden, nicht mehr physikalisch gescannt werden müssen. Mit Hilfe eines Lesegeräts,  welches aber auch ein Smartphone oder ein Tablet sein kann, kann ich auf die Distanz hinweg den gesuchten Container aufspüren.

So weiß ich zu jeder Zeit, wo sich welche Güter befinden. Und zwar in Sekundenschnelle. Schließlich sind die Tags viel schneller zu lesen, als das zum Beispiel bei einem Barcode der Fall ist. Die Lesezeit von RFID-Tags liegt unter 100 Millisekunden. Und das Beste: RFID-Signale können durch alle möglichen Materialien ausgelesen werden. Das heißt, dass auch ein zweiter Container, der als zusätzlicher  Schutz fungiert, oder  das Tor, hinter dem sich mein Container befindet, eine Identifikation nicht beeinträchtigen.  

Vorteil Nr. 2: RFID-Tags bieten eine Fülle an Informationen

RFID-Tags können aber noch mehr. Nehmen wir an, unser explosives Gasgemisch bedarf einer speziellen Lagerung.  Der Container darf nicht erschüttert werden, nicht hochkant gelagert werden und darf keinen hohen Temperaturen ausgesetzt werden.

All diese Information, die beim Lagern und Transportieren von Gefahrgutbehältern so immens wichtig sind, können auf  RFID-Tags gespeichert sind. So könnten zum Beispiel auch noch Daten zur Auslieferung oder zur Haltbarkeit dazu kommen. Was immer man braucht, um die Sicherheit zu gewährleisten.  Daten von bis zu 10.000 Bit sind gar kein Problem. Und das entspricht ja auch immerhin schon der Informationsmasse, die ich als Text auf eine DIN A4 Seite packen kann.

Vorteil Nr. 3: RFID-Tags können weiter beschrieben werden

Beim Transport von Gefahrgutbehältern gibt es mitunter unterschiedliche Stationen. Nehmen wir an, unser Gasgemisch wird zwischengelagert und dann über einen anderes Unternehmen weiter transportiert.  Informationen, welche den Zwischenstopp betreffen, können ebenso wichtig werden, um einen sicheren Weitertransport zu ermöglichen. Das Gute an den RFID-Tags ist daher die Tatsache, dass sie eben auch weiter beschrieben werden können.

Vorteil Nr. 4: Klein, aber oho

Damit ist die lange Lebensdauer und die Robustheit der Tags gemeint. Gerade bei Gefahrengütern ist dieser Vorteil immens wichtig. Etiketten etwa, die auf eine Gefahr hinweisen, können abblättern. Oder durch Sonne und Wasser verblassen. So nützt mir der schönste „Achtung explosiv!“ Aufkleber nichts, wenn er nicht mehr lesbar ist. RFID-Tags dagegen weisen immer auf diese Gefahr hin. Auch bei extremer Hitze oder Kälte oder unter bei Berührung mit Chemikalien bleibt der Transponder des Tags robust. So erhöht RFID dank dieser Robustheit die Sicherheit auch unter besonderen Bedingungen.

Vorteil Nr. 5: Die Einbettung in mein IoT-basiertes Lagersystem

Unsachgemäße Lagerung von gefährlichen Gütern können verheerende Folgen haben. Je mehr Automatisierung ich in meine Lagerung einbaue, desto geringer werden die Risiken. Die Daten, die ich durch das Auslesen der RFID-Tags erhalte, können nicht nur den manuellen Aufwand reduzieren. Sie verhindern auch menschliche Fehler. Schließlich werden die getaggten Container ja automatisch erkannt.

Durch die Einbettung in ein IoT-basiertes Verwaltungssystems meines Lagers, werden die Container eben auch automatisch erfasst und verwaltet. Das heißt, dass beispielsweise Verwechslungen ausgeschlossen und Probleme schneller erkannt werden. Der Grund hierfür sind natürlich die RFID-Tags, die mit dem angesprochenen  Verwaltungssystem kommunizieren. Schließlich ist Kommunikation immer das beste Mittel, um Missverständnisse zu vermeiden.

Vorteil Nr. 6: Optimiertes Routenmanagement minimiert Risiken

Nicht nur die Sicherheitsvorkehrungen hinsichtlich der Lagerung oder Verwahrung sind  entscheidend. Für den Transport von Gefahrengütern brauche ich eine optimale Supply Chain.  Dafür wiederum ist die Bereitstellung der entsprechenden Fahrzeuge und eine optimierte Route, die jederzeit angepasst werden kann, wichtig.  RFID-Tags machen es ja, wie wir nun wissen, möglich, die Güter jederzeit und berührungslos zu identifizieren. Dadurch wird nicht nur eine lückenlose Überwachung möglich. Durch das Wissen um den Strandort und durch den Einsatz von modernen Tracking Systemen, kann ich schließlich eingreifen, wenn der Transport einmal nicht optimal läuft.  Und zwar rechtzeitig.





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Yves Plaire



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