IoT im Handel erhöht zum einen das Einkaufserlebnis des Kunden. Zum anderen ist der Handel durch smarte Innovationen in der Lage, Verkaufserfolge aktiver zu pushen als jemals zuvor.

Die digitale Revolution umfasst nicht nur die Industrie 4.0, das Smart Home oder die Logistik. Digitale Trends werden weiter adaptiert und sorgen für ein Potential, dem sich auch der stationäre Handel nicht verschließen sollte.

Zumindest nicht, wenn er Erfolg haben will. Viele digitale Neuerungen sind ja bei den Menschen bereits in Fleisch und Blut übergegangen. Etwa das Internet-Shopping. Laut einer Statistik gaben 29 Prozent der befragten Deutschen an, mindestens einmal pro Woche online einzukaufen.

Daher sollte es dem Handel – sei es der stationäre Buchhandel, die Supermarktkette oder auch die eigenständige Mode-Boutique – daran gelegen sein, ihr Angebot zusätzlich im Netz zu präsentieren. Mit Bestellangebot natürlich. Schließlich gewöhnt sich der Kunde an den digitalen Flow. Und den Service.

Zum Beitrag IoT im Handel - Trends: Regal im Supermarkt

Nehmen wir die App, die uns den Code scannen lässt, um mehr über das Produkt zu erfahren. Sei es das Deo oder die Schokoladencreme. Durch die Konnektivität sorgt IoT im Handel für ganz neue Ebenen der Kommunikation.

Artikel, die connected sind, sprechen mit dem Kunden, der Kunde wiederum spricht auf digitalen Kanälen mit dem Händler und auch der profitiert von seinen smarten Waren. Durch Asset Tracking oder den Einsatz intelligenter Regale etwa. Auf diese beiden und einige weitere Trends sollte der stationäre Händler nämlich unbedingt setzen.

Automatisierung im stationären Handel

Automatisierung schafft Wettbewerbsvorteile. Warum eigentlich? Weil IoT im Handel durch die Automatisierung für eine höhere Customer Experience sorgt. Genau das ist auch dem Kunden bewusst, der digitalen Innovationen längst nicht mehr so skeptisch gegenüber steht, wie vor ein paar Jahren noch.

Die Studie „Smart Stores – Rebooting the retail store through in-store automation“ belegt schließlich, dass Automatisierung die Leute sogar in den stationären Handel zurückbringt. So sagen 59 Prozent der befragten Kunden, die in Geschäften mit Automatisierung einkauften, dass sie bereit seien, ihre Einkäufe im stationären Einzelhandel zu verlagern.

Das heißt, sie würden eher bei einem Händler mit Automatisierungstechnologien einkaufen, als bei einem, der nicht auf IoT im Handel setzt. Bei den Kunden in der Altersgruppe zwischen 22 und 36 Jahren lag der Wert sogar bei 37 Prozent. Befragt wurden über 5.000 Verbraucher und 500 Einzelhandelsführungskräfte aus Nordamerika, Europa und Asien.

Wir haben die Studie in unserem Blogbeitrag für euch zusammengefasst: Automatisierung im Handel: Zukunft Smart Stores

Höhere Customer Centricity durch IoT im Handel

Warum die Automatisierung so gut ankommt, ist leicht zu erklären. Es geht um die höhere Customer Centricity (Kundenorientierung), die durch eine umsichtige Automatisierung möglich wird. IoT im Handel sorgt ja, an den richtigen Stellen eingesetzt, dafür, dass der Kunde nicht so lange an der Kasse warten muss. Dies ermöglicht zum Beispiel eine zielgenaue Personalplanung anhand der digitalen Kundenzählung.

Ebenso verbessert IoT im Handel das Supply Chain Management. Der Kunde freut sich also nicht nur über geringe Wartezeit, sondern auch über die stetige Verfügbarkeit seiner Lieblingsprodukte.

Und weiter gedacht verhilft der Einsatz von automatisierten Kaufabwicklungen, etwa durch das bezahlen über eine Smartphone App, für einen erhöhten Kaufkomfort. Der Kunde erhält durch personalisierte Rabatte, personalisierte Angebote und automatisierte Treueprogramme schließlich ein Einkaufserlebnis mit ganz persönlicher Note.

Neue Vertriebskonzepte durch IoT im Handel

Der stationäre Handel muss sich außerdem weiter rüsten, um dem Online-Handel die Stirn zu bieten. Neben dem Kauferlebnis kämpft er auch in anderen Bereichen sehr hart um die Gunst des Customers.



Die Frage nach der ständigen Verfügbarkeit etwa ist eine Sache, die der Handel zu seinen Gunsten nutzen kann. Damit ist nicht allein die Möglichkeit, Tag und Nacht online zu bestellen und die Ware versenden oder am nächsten Tag im Laden abholen zu können, gemeint. Über Smart Vending Machines etwa, dem klugen Nachfolger der Verkaufsautomaten, kann eine besondere User Experience am Point of Sale in Kombination mit der ständigen Verfügbarkeit erreicht werden. Und eine ganz persönliche noch dazu. So begeistern Smart Vending Maschinen nicht allein mit einer kundenorientierten Nutzeroberfläche.

Personalisierte Verkaufserlebnisse erhöhen den Spaß noch zusätzlich. So hat zum Beispiel Yves Saint Laurent Verkaufsautomaten, die den Namen des Kunden auf die Lippenstifthülle schreiben.



Hinzu kommt, dass die Gateway-Lösungen, die in die Smart Vending Machines integriert sind, wichtige Informationen zum Kunden erhalten. Diese können dann direkt für das Marketing, etwa für weitere personalisierte Angebote genutzt werden.

Asset Tracking mit RFID-Tags

Asset Tracking ist einer der Punkte aus dem Bereich IoT im Handel, der seit einigen Jahren schon für Erleichterung sorgt. Es geht hierbei schlicht um die Nachverfolgung von Vermögenswerten. Dabei ist der Weg der Waren durch angebrachte RFID-Tags zu jeder Zeit nachvollziehbar.

Darüber hinaus können Informationen über Standort, Status oder Fälligkeitstermine durch die smarte Erfassung jederzeit abgerufen werden. Dadurch erleichtert Asset Tracking es dem Händler, in Bruchteilen von Sekunden zu sehen, welche Ware in welcher Stückzahl auf Lager ist.

Künstliche Intelligenz im Einzelhandel

In Kombination mit Künstlicher Intelligenz kann der Einsatz von RFID-Tags übrigens auch noch anderweitig genutzt werden. Und zwar auf eine besonders clevere Weise, die wiederum die Kundenorientierung und auch das Schaffen neuer Vertriebswege mit einbezieht.

IoT im Handel bedeutet nämlich auch, dass ich mein Geschäft mit intelligenten Regalen ausstatte und für eine digitale Rundumlösung meines individuellen Verkaufskonzeptes sorge.

Hierbei werden die Regale eben mit den Tags verbunden. Wenn dann ein Kunde den Laden betritt, bekommt er gleich die passende Meldung auf sein Smartphone.

Er wird zum Beispiel darüber informiert, dass sein Lieblingsprodukt verfügbar und außerdem im Angebot ist. Dritter Gang, letztes Regal auf der linken Seite. Und im Übrigen sind die dazu passenden Produkte X und Y ab heute erhältlich. Beim Kauf aller drei Waren gibt es einen persönlichen Bonusrabatt von 10 Prozent. So funktioniert eine intelligente Kundenbindung mit IoT im Handel!

Die Kommunikation des smarten Shelves funktioniert natürlich auch in Richtung des Händlers. So erhält der Händler sofort eine Meldung, wenn Artikel knapp werden oder falsch platziert wurden.

Und wo wir beim Thema Regal sind: Natürlich beinhaltet die große Range von IoT im Handel auch den Einsatz von digitalen Preisschildern. Smarte Shelf Labels werden dabei in Regalschienen integriert und bieten signifikante Vorteile. So kann der Handel auch bei spontanen Aktionen ganz unkompliziert Preisänderungen umsetzen.


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Robert Jänisch,
CEO @ IOX

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